Krebs und Ernährung

Laut Robert Koch Institut stirbt jeder 4. in Deutschland an Krebs. Somit ist Krebs die zweit häufigste Todesursache nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Dabei gilt Krebs als eine im erheblichen Maß vermeidbare Erkrankung, da die wichtigsten Risikofaktoren durch den einzelnen Lebensstil besonders stark beeinflusst werden.
Allein beim Dickdarmkrebs ließen sich in Deutschland, nach dem World Cancer Research Fund, 2/3 der jährlichen Krebsfälle durch eine bessere Ernährung vermeiden. Dies betrifft auch die Magenkrebsrate.
Schon Daten aus den 1970er und 1980er Jahren legen nahe, das, insgesamt betrachtet, etwa 30% der jährlichen Krebsfälle durch falsche Ernährung bedingt werden. Laut DGE ließe sich, allein in Deutschland, durch eine optimale Ernährung etwa 100.000 Neuerkrankungen pro Jahr verhindern. Dazu kommen dann noch Faktoren, wie Bewegungsmangel und Übergewicht, die auch noch mal zu 15% der Fälle Ursache einer Krebserkrankung sind.

Die WCRF und AICR geben 10 Empfehlungen heraus:

  • Achten Sie auf Ihr Körpergewicht
  • Bleiben Sie in Bewegung
  • Vermeiden Sie hochkalorische Getränke und Speisen
  • Essen Sie vor allem pflanzliche Kost
  • Beschränken Sie die Zufuhr an rotem Fleisch und vermeiden Sie das Essen von stark verarbeitetem Fleisch (Wurst, gepökeltes, geräuchertes oder mit chemischen Konservierungsstoffen behandeltes)
  • Schränken Sie Ihren Alkoholkonsum ein
  • Vermeiden Sie mit Salz haltbar gemachte Lebensmittel und essen Sie nichts, in dem verschimmeltes Getreide oder Hülsenfrüchte verarbeitet wurden
  • Versuchen Sie möglichst Ihre Nährstoffe auf natürlichem Wege zu zuführen
  • Säuglinge sollten mindestens bis zum 6. Lebensmonat voll gestillt werden
  • Krebs-erkrankte sollten sich, auch nach Abschluss ihrer Behandlungen, weiterhin strikt an alle Ernährungsempfehlungen halten

Besondere Aufmerksamkeit sollte der Übergewichtigkeit geschenkt werden. Bei Personen mit erhöhtem BMI (Body-Mass-Index) sind meistens erhöhte Entzündungswerte, eine herabgesetzte Insulinsensitivität und eine erhöhte Östrogenkonzentration festzustellen, alles Faktoren, die im Verdacht stehen, das Wachstum von Tumoren zu fördern.

 

(c) Thomas Würzler

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