Eigenblutinjektion

Eigenblutinjektionen gehören zu den Umstimmungstherapien
Eigenblutinjektion

Die Eigenblutbehandlung kann eingesetzt werden bei chronischen Infekten, allergischen Erkrankungen, Neurodermitis, Asthma, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises uvm. ähnlich wie beispielsweise regelmäßig durchgeführte kalte Güsse oder Saunabesuche stimmen sie den Körper um und wecken seine Selbstheilungskräfte.

Das in die Muskeln injizierte Blut kann das Immunsystem anregen. Dieses richtet sich aber nicht gegen das eigene Blut, sondern, einmal aktiviert, verstärkt gegen körperfremde Eindringlinge wie Viren oder Bakterien. Auch wirkt eine Eigenblutbehandlung ausgleichend auf überschießende Reaktionen des Immunsystems.

Von den ersten Versuchen bei chirurgischer Wundbehandlung berichtet 1876 erstmal Schede. Die eigentlichen Begründer der Eigenblutinjektionen waren zwei schwedische Ärzte (Grafstrom und Elfstrom), die in Amerika praktizierten und 1898 erstmals kochsalzverdünntes Eigenblut einsetzten, zunächst bei Pneumonien, später auch bei Tuberkulose und das mit großem Erfolg.

Die 1912 veröfffentlichte Arbeit von R. Schmidt über Arzneimittel der unspezifischen Proteinkörpertherapie erhielt die Eigenblutbehandlung ihre wissenschaftliche Basis. Von nun an gewann diese Therapieform immer mehr Anhänger. So war es vor allen Dingen der Dermatologe Spiethoff, der von 1913 an alle im dermatologischen Bereich gemachten Erfahrungen mit Eigenblutinjektionen sammelte und publizierte.

Damit schuf er die Grundlagen für die Eigenblutbehandlung, die bis heute noch allgemeine Gültigkeit haben. Die eingehenden Untersuchungen von Vorschütz und Tenckhoff im Jahre 1922 zum Thema Eigenblutbehandlung bestätigten die bislang gemachten Erfahrungen und erhärteten dadurch die wissenschaftlichen Arbeiten von R. Schmidt und Spiethoff.

Die Eigenblutbehandlung wird populär und zum Allgemeingut. Sie findet nunmehr auch Anwendung in anderen medizinischen Disziplinen. Anlässlich von Kongressen wird zunehmend über die Eigenblutbehandlung referiert, so z. B. auf dem 47. Chirurgenkongreß 1923. Die Therapie mit Eigenblut wird zum Thema vieler Dissertationen.
Weitere Bestätigung findet diese Therapieform durch die Veröffentlichung von F. Hoff „Unspezifische Therapie und natürliche Abwehrvorgänge“ und durch das von Koeniger geschriebene Buch „Krankenbehandlung durch Umstimmung“.

Allergie – Geissel unserer Zeit

Der Anteil der Allergiker in der Bevölkerung nimmt immer mehr zu. Dabei stellt sich die Frage, ob konventionelle Therapiekonzepte zur Lösung dieses Problems überhaupt führen können.
Allergie = angeborene oder erworbene Änderungen der Reaktionsfähigkeit des Immunsystems. Unser Immunsystem hat zwischen dem, was unserem Körper schadet und was nicht, zu unterscheiden. Ein gesunder Organismus merkt davon nichts. Dies haben wir unseren Suppressorzellen (Unterdrückerzellen) zu verdanken. Bei Allergikern ist dieses Gleichgewicht nun gestört. Es kommt bei Kontakt mit bestimmten Stoffen, die eigentlich unproblematisch für den Körper sind, wie z.B. Pollen, zu einer ungebremsten Ausschüttung von Histamin (Gewebshormon). Folge sind Heuschnupfen, Neurodermitis und Bronchialasthma.
Man fasst heute aber den Begriff ‚Allergie‘ viel weiter. Wissenschaftliche Beobachtungen zeigen, dass auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die zu chronischen Magen-Darm-Erkrankungen, Migräne, Bluthochdruck (Hypertonie), Rheuma, Übergewicht, Muskel- und Gelenkbeschwerden und chronische Müdigkeit führen, dazu zählen. Wenn man z.B. nach dem Essen auffällig müde wird, kann das auf eine Unverträglichkeit hindeuten. Aber auch eine Gier auf bestimmte Nahrungsmittel (Man ist ein Stück Schokolade, und dann muss man auch den Rest der Tafel essen.) kann auf eine allergische Reaktion hinweisen. Wie man sehen kann, muss das Bild einer Allergie heute viel weiter gefasst werden.

Beispiel aus meiner Praxis

Um das Wesen einer Allergie richtig verstehen zu können und entsprechend therapeutisch richtig und gezielt vorgehen zu können, ist folgendes wichtig: Man muss zwischen Allergieauslöser und Allergieverursacher differenzieren. Zur Erläuterung ein Beispiel aus meiner Praxis: Patientin mittleren Alters litt Jahrzehnte unter schwerem allergischem Asthma. Der Schuldige war schnell gefunden. Es war der sprichwörtliche ‚arme‘ Hund (Hundehaare = Allergieauslöser).

Cortison und Aerosole konnten die Beschwerden nur bedingt unterdrücken. Als die Patientin in meine Praxis kam stellte ich fest, dass sie Amalgam und Gold in ihrem Mund hatte (Mundbatterie = Allergieverursacher).

Mundstrommessungen ergaben ein Spannungsgefälle von 500 mV und einen Strom von 30 µA. Ihr Zahnarzt bestätigte die Messungen und entfernte die Metalle. Zusätzlich wurde noch eine Ausleitungstherapie angeschlossen. Nach einiger Zeit war die Patientin ihr Bronchialasthma los und der arme Hund rehabilitiert.

Dieses Beispiel zeigt, dass die Suche nach dem Allergieauslöser (in diesem Fall die Hundehaare) oft nicht die Lösung bringt. Vielmehr die Beseitigung des Allergieverursachers (hier die Mundbatterie) brachte den Erfolg. Dazu eine Anmerkung: Wenn eine Mutter während der Schwangerschaft und Stillzeit Amalgam im Mund hatte, so ist auch ihr Kind belastet.

Bitte suchen Sie jetzt nicht jede Ursache einer Allergie im Mund. Ernährungsfehler, die Pille, Implantate, Schimmelpilze, Dysbakterien, Derivate von Schimmelpilzprodukten, die Verwendung in der Nahrungsmittelindustrie finden, Impfblockaden oder Kuhmilchunverträglichkeiten können Ursachen sein.

 

(c) Helmut Würzler

Keine Angst vor Bandscheibenvorfällen.

Rücken- und Gelenksprobleme sind eine der großen Volksseuchen unserer Zeit. Kernspin- und Computertomografie zeigen uns heute exakt den Bandscheibenvorfall, welcher auf einen Nerv (Spinalnerv) drückt, wodurch wir höllische Schmerzen erleiden.
Zeigen uns diese bildgebenden Verfahren aber auch die Ursache, die zu dem Bandscheibenvorfall geführt hat? Bandscheibenvorfälle entstehen durch Fehlstellungen des Skelettssystems – sprich Knochen.

Bandscheibenvorfall

Da der Knochen aber passiv ist, muss er erst in die falsche Position gebracht werden. Dies geschieht durch eine asymmetrisch verspannte Muskulatur, was sich aber durch bildgebende Verfahren (Computertomografie usw.) nicht erfassen lässt. Häufig kommt es schon jahrelang zu immer wiederkehrenden Rückenbeschwerden, die aber oft nicht genügend beachtet werden, da sie zwischenzeitlich wieder verschwinden. Eine ungeschickte Bewegung kann dann einen plötzlichen Bandscheibenvorfall auslösen. Um einen gängigen Irrtum auszuräumen weise ich darauf hin, dass der Ort des Schmerzes selten der Ort der Ursache ist.

Eine jahrelange Verspannung z.B. eines Oberschenkelmuskels durch einseitige Belastung im Beruf, Sport, durch falsches Schuhwerk oder nach Unfällen (z. B. Sturz vom Baum, Schleudertrauma usw., sogar in der Kindheit) kann dazu führen, dass ich einen Bandscheibenvorfall bis in die Halswirbelsäule erleide. Muskeln, die während eines Unfalls reflektorisch in Bruchteilen von Sekunden verspannen, gehen ohne Hilfe von außen oft nicht mehr in ihren normalen Spannungszustand zurück. Folgen sind Fehlhaltungen der Wirbelsäule (z.B. Streckhaltung der Halswirbelsäule).

Leider gibt es keine pauschalen Therapierezepte für alle. Jeder hat sein muskuläres Muster, welches ganz individuell diagnostiziert und therapiert werden sollte. O. g. Erkrankungen sind keine unabwendbaren Schicksalsschläge, wie sie dem Artikel entnehmen können, deshalb: keine Angst vor Bandscheibenvorfällen!

Akupunktur, Neuromuskuläre Therapie nach Paul St.John, USA, und eigenentwickelte Diagnose wie Therapieschemata zeigen in fast 30 jähriger Berufserfahrung, dass Operationen oft vermeidbar sind. Ist es allerdings schon zu einer Diskushernie gekommen, d. h. der äußere Ring der Bandscheibe ist gerissen und Gewebe ausgetreten, dann ist eine Operation manchmal unumgänglich. Aber auch nach einer Bandscheibenoperation, kommt man nicht umhin, das Skelettsystem zu ordnen, um Fehlbelastungen und weitere Bandscheibenoperationen zu vermeiden. Übliches Muskelaufbautraining sollte nur nach entsprechender Therapie, die eine Ordnung in die Muskulatur bringt, erfolgen, da ein schon verspannter Muskel sich durch Belastung noch weiter verkürzt.

Sehr wichtig ist auch zu wissen, dass jedes Glied in der Kette des Skelettsystems mit allen Gliedern zusammenhängt. Zum Beispiel kann ein Senkspreizfuß zu einem Knacken im Kiefergelenk, zu Kopfschmerzen oder zu einer schiefen Nasenscheidewand führen. Hier ist dann nicht eine Operation erforderlich, sondern eine Korrektur der Fußstatik, damit die Nasenscheidewand wieder an ihre richtige Position gebracht werden kann oder das Kieferknacken minimiert oder beseitigt wird.

(c) Helmut Würzler