Stärkung des Immunsystems

Aus gegebenen Anlass möchten wir hier darauf hinweisen, dass der beste Schutz vor einer Infektion, mit was auch immer, mein Immunsystem ist.
Es schützt mich sowohl vor Infekten als auch vor Krebs.

Deshalb muss es jederzeit gestärkt sein, weil ich nicht wissen kann, wann ich es wieder dringend brauche.


Schon Pfarrer Kneipp war bekannt, dass man sein Immunsystem mit leichten Kälte-Reizen trainieren kann.
Frühmorgens Wechselduschen oder Kneipp‘sche Schenkelgüsse wären sicher sinnvoll.

Für ein starkes Immunsystem brauche ich auch eine gute Darmflora. Diese steht und fällt mit meiner täglichen Nahrung.

Deshalb sollte man z.Z. auf Zucker und Auszugsmehle komplett verzichten, da sie nachgewiesener Maßen das Immunsystem schwächen.

Dagegen sollte man viel frisches Gemüse, Obst und Salat essen. Die dort enthaltenen Inhaltsstoffe stärken direkt mein Immunsystem, und fördern das Wachstum meiner Darmflora.

Ich muss aber auch, wenn es möglich ist, alles vermeiden, was mein Immunsystem schwächt. Das gilt sowohl für Fleisch aus Massentierhaltung, als auch Konservierungsstoffe in der Nahrung, als auch übertriebene Gaben von Antibiotika als auch Kortison, wie auch andere Immunsuppressiva (Alles mit Augenmaß, sonst rächt sich das ganze irgendwann).

Die richtige Ernährung

Meine Gesundheit (und die meiner Familie) ist eine Frage des Wissens. Erst wenn ich mir dieses angeeignet habe, kann ich mir ein vernünftiges Bild machen und mündige Entscheidungen treffen. Natürlich bedeutet das nicht, dass man zum reinen Asket werden soll und Zwanghaft auf alles verzichten, aber auf der anderen Seite muss ich mir auch im klaren sein, welche Konsequenzen unkontrollierter Genuss auf mein Wohlbefinden und damit auf meine Lebensqualität haben kann. Die Konsequenzen meines Handelns spürt man teilweise erst Jahre oder Jahrzehnte später, so dass die meisten Menschen die Zusammenhänge gar nicht wahrnehmen oder wahrhaben wollen, oder aber, weil so viele andere auch davon betroffen sind, als „Norm“ und Schicksal wahrgenommen werden.

Als Makronährstoffe (führen Kalorien zu) gelten:

  • Eiweiße,
  • Fette und
  • Kohlenhydrate

Eiweiße sind überall (sowohl tierisch als auch pflanzlich)
Zufuhr von essenziellen Aminosäuren als Bausteine von Eiweißen:
Acht essentielle Aminosäuren: Valin, Leucin, Isoleucin, Lysin, Methionin, Threonin,Tryptophan, Phenylalanin
Zwei semi-essentielle Aminosäuren: Arginin, Histidin

[essentiell: Der Körper kann sie nicht selber herstellen und ist auf eine Zufuhr von außen angewiesen,
semi-essentiell: Der Körper kann sie aus essentiellen Aminosäuren herstellen. Dadurch erhöht sich aber der Bedarf an diesen. Oder aber sie werden direkt zugeführt.]

Früher wurde immer behauptet, dass nur tierische Eiweißquellen alle essentiellen Aminosäuren in ausreichenden Mengen enthalten. Heute weiß man, dass das nicht stimmt, dass aber tierische Eiweiße eine Säurequelle darstellen. Eine Eiweißmastkost führt zu Gesundheitsproblemen, wie z.B. die Übersäuerung der Zwischenzellmatrix. Hierüber wird die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen sichergestellt und die Reste aus dem Stoffwechsel, die raus müssen, abtransportiert.

Pflanzliches Eiweiß genauso vollwertig wie tierisches

Wenn man pflanzliche Eiweißquellen nimmt, dann ist Abwechslung zwischen Hülsenfürchten, Nüssen, Blattgemüse, Vollkorn usw… wichtig.

Weiterhin gilt:

  • Tiermast und Umweltzerstörung (Flächenverbrauch ist hoch (75% der weltweiten Agrarfläche), die großen Güllemengen schaden dem Grundwasser)
  • Fisch ist sehr eiweißreich (Eiweißmast – mit Folgen für die Gesundheit)
  • Außerdem enthält tierisches Eiweiß Entzündungsmediatoren (v.a. Tiere aus Massentierhaltung).

Schadet Tofu der Umwelt?

Häufig wird gerade der Soja-Verzehr von Veganern in Form von Tofu, Sojamilch und Co. für die Zerstörung des Regenwaldes verantwortlich gemacht. Laut WWF: Rund 80 % der Bohnen werden zu Tierfutter verarbeitet. Soja wird also vor allem dafür verwendet, Tiere zu ernähren, deren Fleisch wir wiederum verzehren.
Doch dazu verbraucht die Fleischproduktion Unmassen an Ressourcen – ein Kilo Rindfleisch benötigt über 15.000 l Wasser, bei der Flächengewinnung und dem Anbau von Futtermitteln fallen über 20 kg CO2 an.

Fett macht nicht fett

Gesunde Nahrungsfette fördern das Sättigungsgefühl im Gegensatz zu isolierten Kohlenhydraten, die frei von Ballaststoffen sind.
Bei der Zufuhr von isolierten Kohlenhydraten (Haushaltszucker und weißes Mehl) – insbesondere Softdrinks – kennt der Körper keine Bremse (unkontrollierte Kalorienzufuhr – deshalb lieber Vollkorn konsumieren, da hier die Kalorien allmählich an den Körper abgegeben werden und die enthaltenen Ballaststoffe das Sättigungsgefühl fördern).

Gesättigte versus ungesättigte Fettsäuren :

Es wird beides benötigt, aber Schwerpunkt sollte deutlich (über 90%) auf natürliche, kaltgepresste,ungesättigte Öle, wie Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl oder Leinöl sein, um eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren und mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu gewährleisten. (Kein Sonnenblumen- oder Maiskeimöl wegen zu viel Omega-6) Dabei diese nicht hoch erhitzen – wegen Rauchpunkt – und erst nach dem Garen hinzufügen (oder kalt in Salaten). Das Gesamtverhältnis Omega-3 zu Omega-6 in meiner Nahrung soll maximal 1:4 betragen, nicht mehr, da Omega-3-Fettsäuren auf den Körper entzündungshemmend wirken und Omega-6-Fettsäuren zu Arachidonsäure umgebaut werden können, die eine entzündungsfördernde Wirkung aufweist.

Transfette & Rauchpunkt

Gesättigte Fette oder Fette mit hohem Rauchpunkt sind zum Braten oder Erhitzen besser geeignet, da das Erhitzen von ungesättigten Fettsäuren mit niedrigem Rauchpunkt zu ungesunden Transfetten und anderen ungesunden Folgeprodukten führt. Wegen der Transfette auch keine Margarine (gehärtete Fette) konsumieren, sondern, in kleinen Mengen, Sauerrahmbutter, am besten aus Rohmilch von Weidevieh (Heumilch). (Bei Butter muss ganz klar differenziert werden, von welcher Milch ausgegangen wird.)

Kohlenhydrate

Es gibt keine essentiellen Kohlenhydrate. Der Körper kann alle Kohlenhydrate, die er braucht, selber herstellen. Wichtig ist, dass man die Zufuhr von isolierten Kohlenhydrate, wie zum Beispiel Haushaltszucker (Saccharose, Invertzucker, Rohrzucker), reinen Traubenzucker (Glucose), als auch weißes Mehl und Graumehl (Auszugsmehl aus Weizen bzw. Roggen) stark einschränkt oder ganz darauf verzichtet. Reine, isolierte Fructose (Fruchtzucker – nicht zu verwechseln mit natürlicher Süße aus frischem Obst) führt zu einer Fettleber (gleiches Prinzip, wie bei der Gänsestopfleber). Auch das Novel-food Glukose-Fruktose-Sirup führt zu Diabetes, Fettleber und erhöhter Blutfettwerte. Vollkornprodukte zeichnen sich dagegen dadurch aus, dass der Zucker darin nur allmählich an den Körper abgegeben wird, so dass man keine starken Blutzuckerschwankungen bekommt, was einen vor Stoffwechselerkrankungen schützt.

Mikronährstoffe (führen keine Kalorien zu)
Mineralien, Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe:

Mineralien und Spurenelemente sind wichtige Bestandteile einer funktionierenden Biochemie im Körper. Damit der Körper sie aber vernünftig aufnehmen und verwerten kann, müssen sie in einem natürlichen Kontext zugeführt werden, sonst kann es zu starken Nebenwirkungen führen (Zum Beispiel kann die Zufuhr von reinem Calcium zu Nierensteinen und zur Knochenentkalkung führen).

Vitamine

Vitamine sind, zum Teil, Bausteine von Coenzymen oder Kofaktoren in der Biochemie des Körpers, oder auch Radikalfänger.

Vitamin Wofür Beispeilsweise enthalten in
A (Retinol)Sehen,Immun,HautInnereien, Beta-Carotin aus Karotten und Blattgemüse
B1 (Thiamin)°NervenVollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Walnüsse
B2 (Riboflavin)°Eiweiß- und EnergiestoffwechselMilch, Vollkornprodukte
NiacinBaustein für Coenzym, wird für den Energiestoffwechsel der Zelle gebrauchtGetreide, Gemüse, Obst
PantothensäureZentrales Nervensystem, Muskelstoffwechsel, Blutbildung, ImmunsystemInnereien, Eier, Vollkorn, Nüsse, Avocado, Gemüse, Obst, Milch, Hefe
B6 (Pyridoxin)°Nerven, ImmunsystemKartoffeln, versch. Kohlsorten, Avocado
FolsäureWachstum, Zellteilung, BlutbildungErbsen
B12 (Cobalamin)°Abbau von Fettsäuren, BlutbildungInnereien, Eier, Milchprodukte, milchsauer Vergorenes, zB. Sauerkraut, Chlorella-Algen
C (Ascorbinsäure)Bindegewebe, Immunsystem, Eisenaufnahme im Darm, RadikalfängerPaprika, Kartoffeln, Girsch, Acerolakirsche
D3 (Cholecalciferol)Knochen, Zellteilung, Immun, Muskulatur15 min Bewegung an der frischen Luft täglich, Pilze
E (Tocopherol)Zellschutz, RadikalfängerPflanzliche Öle, Getreide, Nüsse, Samen, Gemüse, Obst
K2 (Menachinon)°Knochen, GerinnungGrünkohl, Sojaöl, Kichererbsen
H (Biotin)°Haut, FingernägelNüsse, Haferflocken (frischgeflockt), Sojabohnen

° Werden auch im Darm von einem gesunden Mikrobiom (Darmflora) gebildet.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe werden vielfach von den Pflanzen zur Abwehr von Viren, Bakterien und Pilzen entwickelt. (Die Pflanze sitzt im Dreck und kann nicht weg) Sie sind die Grundlagen der Antikrebswirkung der pflanzlichen Lebensmittel

Dabei brauchen wir ganze Lebensmittel und nicht Nahrungsergänzungsmittel, denn die einzelnen Inhaltsstoffe bilden Synergien. (Wir haben uns ja auch nicht im Labor entwickelt, sondem in der freien Natur.)

Beispiele für gute Lebensmittel sind:

Brokkoli, Rote Beete, Himbeeren, Blaubeeren, Kohlgemüse aller Art, Kresse, Rucola, Rettich, Meerrettich, Raps und Senf.

In normalen Mengen, also nicht nach dem Motto viel hilft viel. Ungefähr 2 Teelöffel Brokkoli-Samen enthalten 80-100 mg Sulforaphan (empfohlene Tagesdosis). Sulforaphan ist nicht hitzestabil, also nur ganz leicht dünsten, dämpfen oder in Fett anbraten und noch knackig verzehren.

Täglich essen sollte man:

Obst, Salat, Rohkost, Hülsenfrüchte, Kreuzblütlergemüse, Zwiebeln. Lauch, Vollkornprodukte, Curcuma + Pfeffer, Paprika, Tomaten. Das Gemüse sollte frisch zubereitet werden – am besten gedämpft oder kurz angebraten, damit die sekundären Pflanzenstoffe aktiv bleiben.

Ballaststoffe

Ballaststoffe fördern das Wachstum meiner Darmflora (1), beschleunigen die Darmpassage (2) (sorgen also dafür, dass der Dreck schneller wieder aus meinem Körper kommt) und binden Gallensäure (3). (Bei den beiden letzten Punkten schützen mich Ballaststoffe also auch vor Darmkrebs. Nochmal: Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen dem Anteil an Ballaststoffen in meiner Nahrung und der Wahrscheinlichkeit, dass ich Darmkrebs bekomme. Je weniger Ballaststoffe umso größer das Risiko) Es gibt wasserlösliche und wasserunlösliche Ballaststoffe. Die wasserlöslichen sind vor allem wichtig für meine Darmflora (Mikrobiota, manchmal auch – nicht ganz korrekt – Mikrobiom genannt; siehe auch Kapitel Mikrobiom), die wasserunlöslichen eignen sich primär für das Stuhlvolumen, und damit für die Punkte (2) und (3). Meine Verdauungsenzyme können Ballaststoffe nicht spalten, so dass mir Ballaststoffe eigentlich keine Kalorien zuführen können. Man hat aber inzwischen festgestellt, das Menschen mit sehr hohem BMI (Body Mass Index) eine Fehlbesiedlung im Darm aufweisen können, bei der Darmbakterien Cellulose spalten, und dem Körper die enthaltenen Kalorien, ähnlich wie im Verdauungstrakt der Pferde, zur Verfügung stellen. Umgekehrt scheint es auch Mikroben zu geben, die mich davon abhalten zuzunehınen.

Pilze und Beta-Glucane

Neben den Polysacchariden (Beta-Glucane, Proteoglycane und andere) enthalten Pilze noch viele andere wirksame Inhaltsstoffe, wie Eiweiße, Triterpene, Phenole, Sterole u.v.m die zur Gesundheit beitragen und mich vor Krebs und anderen Zivilisationskrankheiten, wie z.B. Arteriosklerose oder Diabetes schützen. Das wird in zahlreichen klinischen Studien, vor allem aus Amerika und China, bestätigt.

Beta-Glucane findet man auch im Vollkorn – hier aber roh oder milchsauer vergoren essen.

Gewürze und Kräuter senken das Krebsrisiko

In erster Linie Curcuma, Ingwer, Ceylonzimt, Pfeffer, Petersilie, Rosmarin senken das Krebsrisiko, helfen aber auch bei Diabetes u.a. und fördern die Gesundheit. Dabei kommt es auch auf die Mischung an. So wird Curcumin von einem Enzym der Darmwand abgebaut, bevor es aufgenommen werden kann. Deshalb kann der Körper reines Curcumin kaum aufnehmen. Piperin aus schwarzem Pfeffer vermag aber dieses Enzym zu blockieren, so dass ein vielfaches an Curcumin aufgenommen werden kann.

Die Darmflora oder das Mikrobiota/Mikrobiom

Unser Mikrobiom (im weitesten Sinne unsere Darmflora) ist nur dann gesund, wenn wir ihm ausreichend Nahrung in Form von Ballaststoffen zur Verfügung stellen. Sie haben eine besondere wachstumsfördernde Wirkung auf Bifidobakterien. Das Wachstum von schädlichen Bakterien wird durch den Verzehr von Präbiotika (also Ballaststoffe) gehemmt und die Resorption von Mineralstoffen und Wasser im Dickdarm verbessert. Selbst die Muttermilch enthält Bestandteile, die für das Mikrobiom des Säuglings gedacht sind und das Wachstum von Eubakterien fördert. Antibiotika aus der Tiermast und Konservierungsstoffe aus dem convenience food schaden der Darmflora.

Interessant sind die wasserlöslichen Ballaststoffe. Allen voran das Inulin enthalten in Chicorée, Knoblauch, Zwiebeln, Porée, Schwarzwurzeln, Weizenkleie, Roggen und Bananen.

Lebensmittel mit hohem Oligofructosegehalt (Mehrfachzucker aus Fruktose-Einheiten, die nicht von unserem stärkespaltendem Enzym Amylase gespalten werden kann) sind Roggen, Hafer, Zwiebeln, Knoblauch, Bananen, Tomaten und Spargel.

Des weiteren benötigen wir resistente Stärke (entsteht beim Erhitzen und anschließendem Abkühlen von Stärke) aus kalten Kartoffeln, kaltem Reis, weiße und grüne Bohnen, Vollkornhafer, grünen Bananen und Mandeln.

Die Ballaststoffe im Vollkorn (Lignin, Cellulose und Hemicellulose, im Mehlkörper (Endosperm) kommen vor allem lösliche Hemicellulosen, Pektine und Beta-Glucane vor) wirken sich auch besonders gut auf das Mikrobiom aus und sind in der Lage Schmermetalle aus der Nahrung zu binden. Sie sind besonders enthaltenen in Vollkornbrot aber auch Quinoa, Naturreis und Hirse. Des weiteren in Haferflocken, Haferkleie und Weizenkleie. Das enthaltene Gluten ist eigentlich nur problematisch für Personen mit Zöliakie oder einer Glutenallergie. Menschen mit Weizenunverträglichkeit reagieren im allgemeinen auf die im Weizen besonders reich enthaltenen Defensine aufgrund eines Leaky-Gut-Syndroms, sie vertragen aber Urweizen-Sorten, wie Einkorn, Emmer, Dinkel oder Kamut. Das Leaky-Gut-Sydrom geht wieder zurück, wenn ich eine positive Schleimhautbesiedelung wieder habe.

Hülsenfrüchte sind, neben der Tatsache, dass sie eine hervorragende vegetarische Eiweißquelle sind, auch bedeutsam wegen ihrem großen Anteil wertvoller Ballaststoffe. Hier sind die Beispiele Kidney-Bohnen, weiße Bohnen, rote Bohnen, grüne Erbsen, gelbe Erbsen, Kichererbsen, Linsen und Erdnüsse.

Auch Nüsse sind eine hervorragende Ballaststoffquelle. Hier sollte man Mandeln, Kokosnüsse, Haselnüsse, Paranüsse, Pistazien, Walnüsse und Cashewkerne erwähnen.

Natürlich enthalten die verschiedenen Gemüsesorten viele Pflanzenfasern, die sich hervorragend als Nahrung für unser Mikrobiom eignen. Dabei enthält Gemüse anteilig etwas weniger Ballaststoffe als Getreide, wiegt diesen Nachteil jedoch durch eine sehr geringe Kalorienzahl auf.

Obst enthält in erster Linie lösliche Ballaststoffe, die sich auch sehr gut für das Mikrobiom eignen.

Epigenetik und Ernährung

Epigenetik ist die Lehre von der Markierung der Gene. Die Gene eines Menschen stehen in den Chromosomen. Sie bestehen aus DNA (Desoxyribonukleinsäure) und Histonen(Eiweißkörpern), auf denen die DNA aufgewickelt ist. Dadurch wird das ganze Material sehr eng gepackt. Um jetzt gezielt Informationen hierin zu finden, werden die einzelnen Bereiche markiert. Bereiche die gelesen werden sollen werden mit Acetyl-Resten (CH3-CH2-) markiert, der Rest wird mit Methyl-Resten (CH3-) markiert, um sie stumm zu schalten. Dieses wird als Methylierungs-Muster bezeichnet. (Früher, als man diese Zusammenhänge noch nicht kannte, machte man sich Gedanken, wie die einzelnen Zellen in unserem Körper ihre unterschiedlichen Funktionen nachgehen können, wo sie doch alle das gleiche Erbmaterial in sich tragen.) Dieses Muster bestimmt, welche Gene aktiv sind. Wissenschaftler haben inzwischen herausgefunden, das meine Nahrung, mein Verhalten, meine Erkrankungen oder auch meine Psyche einen Einfluss auf mein Methylierungs-Muster haben kann. Aber auch auf das meiner Kinder. Mütter, die in der Schwangerschaft Unter- oder Übergewichtig sind, können dadurch bedingen, dass ihre Kinder später einmal Probleme mit dem Metabolischen Syndrom haben, also zu Übergewicht, Diabetes und Stoffwechselerkrankungen neigen. Auch kann z.B. eine Nulldiät mich zu einem besseren Futterverwerter machen, so dass ich hinterher noch mehr zu Übergewicht neige. (Besser wäre eine Intervalldiät und eine Ernährungsumstellung, um einen langfristigen Erfolg zu haben.)

Macht Fett fett?

In den heutigen Diskussionen hört man immer wieder die veraltete Ansicht, dass das Körperfett ausschließlich aus dem Nahrungsfett stammt, und das man sich nur möglichst fettarm ernähren muss, um abzunehmen.
Diese Annahme basiert auf der Kalorienlehre. Dazu sperrt man eine definierte Menge einer brennbaren Substanz, dessen Kaloriengehalt man bestimmen will, mit einer ausreichenden Menge Sauerstoff in ein Kalorimeter, verbrennt es darin vollständig, und misst die freigesetzte Wärme.
Das führt, rein rechnerisch, dazu, dass man zu dem Ergebnis kommt, das Fett eine mehr als doppelt so hohe Energiedichte hat, wie Kohlenhydrate oder Eiweiße.

Der Mensch ist kein Kalorimeter!

Das Problem bei diesen Überlegungen ist aber: Der Mensch ist kein Kalorimeter!
Unser Organismus ist in der Lage, den Fettgehalt der Nahrung zu bestimmen (solange meine Nahrungsmittel eine natürliche Zusammensetzung aufzeigen), so dass man z.B. bei Nüssen oder Ölsaaten viel eher ein Sättigungsgefühl bekommt als bei stärkehaltigen Lebensmitteln.

Von der Nahrungsmittelindustrie wird gerne eine Mischung aus Fett und Zucker eingesetzt (Schokoladencreme, Chips, Fertigpizza, …), weil man inzwischen festgestellt hat, dass der Mensch sich hier bei der Nahrungsaufnahme nicht bremsen kann und dadurch mehr konsumiert.

Die Nahrungsmittelindustrie verwendet auch gerne stark verarbeitete Inhaltsstoffe, mit Aromastoffen und Zucker versetzt, um Mängel in den Ausgangsprodukten zu überdecken. Teurere Ausgangsstoffe werden gestreckt oder durch minderwertige ersetzt. Alles zu Gunsten der Gewinnmaximierung.

Ungesättigte und gesättigte Fettsäuren

Fette setzen sich im allgemeinen aus Glycerin und drei Fettsäuren zusammen. Die Fettsäuren enthalten ein langes Ende, dass nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff aufgebaut ist, und ein kleines Köpfchen mit der Säuregruppe -COOH. (C: Kohlenstoff; O: Sauerstoff; H: Wasserstoff)

Der Kohlenstoff zeichnet sich dabei aus, das er bis zu vier Bindungspartner haben kann. In gesättigten Fettsäuren hat jeder Kohlenstoff entlang der Kohlenwasserstoffkette seine vier Partner, in ungesättigten nicht alle.

Unser Körper kann selber nur gesättigte Fettsäuren herstellen und ist somit darauf angewiesen, dass wir uns ungesättigte Fettsäuren über die Nahrung zuführen. Diese werden zum Beispiel bei dem Aufbau der Zellmembran gebraucht. Gesättigte Fette zeichnen sich durch einen höheren Schmelzpunkt aus – sie sind also eher fester – ungesättigte weicher. Somit kann der Körper beispielsweise die Elastizität der Zellen einstellen.

Das Kohlenstoffatom neben dem Kohlenstoffatom mit der höchsten Oxidationsstufe ist das Alpha-C-Atom, das, das am weitesten entfernt ist, das Omega-C-Atom.

Omega-3 Fettsäuren zeichnen sich dadurch aus, das die nächste ungesättigte Doppelbindung am dritten Kohlenstoff-Atom neben dem Omega-C-Atom zu finden ist – bei Omega-6 Fettsäuren ist es das sechste. Die Bezeichnung sagt nichts darüber aus, ob es noch andere Doppelbindungen in der Fettsäure gibt, oder wie lang letztendlich die Kohlenwasserstoffkette ist.

Omega-3 vs Omega-6

Dabei muss beachtet werden, dass das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fetten nicht das Verhältnis 1:4-6 überschreiten sollte, da Omega-6-Fettsäuren zu Entzündungsmediatoren (also entzündungsfördernde Stoffe) umgebaut werden können und Omega-3-Fettsäuren im Körper zu Stoffen umgebaut werden, die Entzündungen hemmen.

Natürliche Fette anstatt gehärtet oder raffiniert

Für Streichfett (Margarine) werden günstigere Fette, wie zum Beispiel Baumwollsaatöl, welche in ihrer ursprünglichen Form eher ungenießbar sind, verwendet. Beim Härten der Fette als auch beim Erhitzen von ungesättigten Fettsäuren können Transfette entstehen.

Normale ungesättigte Fettsäuren haben cis-ständige Doppelbindungen. Die Kohlenwasserstoffkette geht nach der C=C-Doppelbindung auf der gleichen Seite weiter. Dadurch wird die Packung der Fettsäuren nicht so gestört, wie bei den Trans-Fettsäuren, bei denen die Kette auf der anderen Seite weitergeführt wird.
Auch kommen die Enzyme, die Fette abbauen, um aus ihnen Energie zu gewinnen mit Trans-Fetten nicht so klar und können sie nicht so gut abbauen.

Dickmacher Nr.1: Isolierte Kohlenhydrate

Der Dickmacher in unserer Nahrung sind die isolierten Kohlenhydrate – also weißer Zucker und weißes Mehl.
(s.a. Kohlenhydrate – Brennstoffe oder Dickmacher?)
Man findet sie heute in fast jeder Fertignahrung versteckt – allen voran Glucose-Fructose-Sirup – ein Novel-food, das die Produktion von Nahrungsmitteln noch weiter verbilligt und die größten Schäden anrichtet (z.B. Fettleber und erhöhte Blutfettwerte).
Isolierte Kohlenhydrate gehen sofort ins Blut und erhöhen schlagartig den Blutzuckerspiegel. ein zu hoher Blutzuckerspiegel stellt eine Gefahr für den Körper dar, so dass die Bauchspeicheldrüse massiv Insulin produziert, um den Zucker aus der Blutbahn zu schaffen. Wenn die Zuckerdepots aber schon voll sind bleibt dem Körper nichts anderes übrig, als ihn in Fett umzuwandeln, welches dann in die Fettdepots kommt. (Fett ist der einzige Stoff, den unser Körper uferlos speichern kann). Da Insulin ein Hormon ist und kein Schalter, den man einfach umlegen kann, wird aber zuviel Zucker aus dem Blut entfernt, deswegen komme ich dann in einen Unterzucker und bekomme Heißhunger und führe mir also noch mehr Kalorien zu.

Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich

Wie Prof. Kollath schon sagte: „Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich“
Das heißt:

  • selbst kochen
  • frische Lebensmittel
  • natürliche Zutaten
  • ballaststoffreich
  • gute Fette verwenden (ungesättigten Fettsäuren nicht stark erhitzen wegen der Bildung von Transfetten)

(c)Thomas Würzler

Bioresonanz

Bioresonanz mit Bicom-Gerät von Brüggemann/Regumed

Die Bioresonanztherapie, abgekürzt BRT, auch Mora-Therapie, biophysikalische Informationstherapie oder Multiresonanztherapie genannt, ist eine Methode zur Behandlung von Allergien, Migräne, Schlafstörungen, chronischen Schmerzen und weiteren Krankheiten.
Die Bioresonanztherapie wurde 1977 von dem deutschen Arzt Franz Morell und seinem Schwiegersohn, dem Ingenieur Erich Rasche als MORA-Therapie eingeführt. Die Bioresonanztherapie hat dabei nichts mit Biofeedback zu tun. Durch Interferenz mit dem invertierten Signal kann man die krankhaften elektromagnetischen Schwingungen aufheben. Es gibt körpereigene elektrische Signale, die man messen kann und dadurch Krankheiten und Fehlfunktionen anhand veränderter körperspezifischer elektromagnetischer Schwingungen (Frequenzen) erkennbar machen kann. Durch Interferenz mit dem invertierten Signal kann man die krankhaften elektromagnetischen Schwingungen aufheben und damit den Körper in die Lage versetzen mit Hilfe seiner Selbstheilungskräfte die Krankheiten zu bekämpfen. Dabei ist der Körper in der Lage, aus einer Vielfalt an elektrischen Signalen und äußeren Störsignalen die bedeutsamen Signale für sich zu isolieren.

Fußreflexzonenmassage

Bei der Fußreflexzonenmassage werden definierte Reflexzonen der Füße massiert.

Alle Zonen sind mit einem bestimmten Organ oder einer bestimmten Struktur verbunden. Durch passende Stimulierung dieser Zonen werden die Organe entsprechend beeinflusst und etwaige Beschwerden gelindert.
Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sie der amerikanische Arzt William Fitzgerald (1872-1942) aus der Massagetechnik der Indianer und brachte sie in eine systematische Ordnung. Dabei teilte er den menschlichen Körper in zehn Sagitalzonen (Längszonen) und drei Transversalzonen (waagrechte Zonen), die er proportional auf den Fuß übertrug. Seine Assistentin Eunice Ingham (1889-1974) entwickelte daraus die Topographie der Fußreflexzonen und zeichnete die ersten Karten. Von ihr lernte Hanne Marquardt diese Technik und brachte sie Ende der sechziger Jahre nach Deutschland.
Studie weist durchblutungsfördernde Wirkung nach.
Dies hat eine Untersuchung der Universität Innsbruck bestätigt (Doppelblindstudie): Insgesamt 32 gesunde Menschen wurden im Nierenbereich der Fusssohle beziehungsweise einem Kontrollfeld massiert. Gleichzeitig wurde die tatsächliche Durchblutung mittels Doppler-Sonographie gemessen. Das Ergebnis: Die Massage des Nierenfeldes führte tatsächlich zu einer Erhöhung der Durchblutung in diesem Bereich, ganz im Gegensatz zu der Massage des Kontrollareals.
Auch belegte eine Studie der Universität Jena von 2006 eine Wirkung bei Gonarthrose (Kniegelenksarthrose).
Die Indikationen sind sehr zahlreich, sowohl Schmerzsyndrome am Bewegungssystem, Kopfschmerzen und Migräne als auch vegetative Dysregulation, Allergien, Unterstützung der Abwehrkräfte oder auch Hypertonie, Schilddrüsenfunktionsstörung und andere hormonelle Dysfunktionen.
Als nichtinvasive Methode eignet sie sich besonders gut zur Behandlung von Kindern, auch durch geschulte Eltern, welchen man einfache Griffe schnell und leicht zeigen kann.

Deutsch-indische Yoga-Freundschaft

2013 war mein Neffe Jomon Scariah, seines Zeichens Iyengar-Yogalehrer und Yoga-Referee in Indien, bei uns zu Besuch. Mit ihm haben wir Koblenz besucht. Hiervon ein paar Eindrücke.

Der Darm – Eines der komplexesten Organe

Das Darmhirn

Teile des Darms können auch außerhalb des Körpers für Tage oder sogar Wochen arbeiten. Das liegt an seiner einzigartigen Ausstattung mit Nervenzellen. Diese Neuronen sind die einzigen außerhalb des Gehirns, die komplett autonom sind, d.h. sie benötigen keine Anweisung des Gehirns. Das Nervengeflecht des Darms liegt zwischen den Muskelschichten und der Schleimhaut. Das Darmhirn wird auch zweites Gehirn genannt, wegen seiner Größe und Komplexität. Es besteht aus etwa 100 Millionen Nervenzellen. Diese sind auf molekularer Ebene genauso ausgestattet wie die Neuronen des Gehirns. Das Nervensystem des Darms reguliert die Ausschüttung von Verdauungsenzymen, die Aufnahme von Nährstoffen über die Darmwand, den Blutfluss und die Barrierefunktion der Darmwand. Wenn die mechanischen Sensoren eine Dehnung des Darms registrieren, aktivieren Sie motorische Neuronen. Als Folge zieht sich die Muskulatur am betreffenden Darmabschnitt zunächst zusammen und erschlafft dann wieder, der Nahrungsbrei bewegt sich. Dabei wird der Darm auch vom vegetativen Nervensystem beeinflusst. Wir bekommen davon nichts mit, es sei denn, das Nervengeflecht im Verdauungstrakt funktioniert nicht richtig. Je nachdem, welcher Bereich betroffen ist, kommt es zu Schluckstörungen, Aufstoßen, einer verzögerten Magenentleerung, heftigen Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall oder einer Stuhlinkontinenz.

Der Darm und das Immunsystem

Der Darm erfordert die absolute Aufmerksamkeit des Immunsystem. Deshalb sind etwa 2/3 aller Immunzellen dort vor Ort im Einsatz. Gefährliche Erreger und Substanzen, die in den Körper eindringen wollen, müssen vom Immunsystem neutralisiert werden. Gleichzeitig soll die Körperabwehr tolerant gegenüber der Fülle an Mikroorganismen sein, die friedlich den Darm bewohnen. Dabei sind nur zehn Prozent der Zellen im menschlichen Organismus tatsächlich menschlich. Die meisten der Symbionten wohnen in unserem Darm – sie werden als das Mikrobiota bezeichnet. (Der Begriff Mikrobiom bezeichnet eigentlich nur das gesamte Genom unserer Mikroflora.) Bei einem Erwachsenen macht sie ein bis zwei Kilogramm aus und wird mit ihrer Stoffwechselleistung mit der Leber verglichen. Unsere Mikrobiota ernährt sich hauptsächlich aus den Ballaststoffen, die wir mit unserer Nahrung uns zuführen. Dabei wird unserem Körper etwa 10% als Nährstoffe (v.a. kurzkettige Fettsäuren) von den Mikroben zu Verfügung gestellt.

Darmbakterien wirken auf unser Gehirn

Die Bakterien im Darm produzieren sogar Neurotransmitter (Botenstoffe des Gehirns) und können damit Einfluss auf unser Denken und Verhalten nehmen. Im Tierversuch konnte gezeigt werden, das mit Antibiotika behandelte Mäuse eine eingeschränkte Denk- und Merkfähigkeit aufwiesen. Verabreicht man ihnen Probiotika (also bestimmte lebende Bakterienstämme), so konnte sich das positiv auf ängstliches Verhalten der Tiere auswirken. So besteht der begründete Verdacht, das eine Fehlbesiedlung des Darms zu neurologischen Erkrankungen, wie z.B. bestimmte Formen des Autismus, Depressionen und auch Angststörungen, führen können. Auch gibt es Hinweise, dass die Besiedlung des Darms sich auf die Entwicklung des Gehirns während des Reifungsprozesses auswirken könnte. Aber auch auf das Körpergewicht scheinen unsere Darmbakterien Einfluss nehmen zu können.

Mikrobiota und Übergewicht

Der Darmkeim Escherichia coli produziert spezielle Proteine, die Darmzellen dazu anregen, Sättigungshormone in die Blutbahn abzugeben. Die individuelle Darmflora kann also helfen, das Gewicht zu halten. Sie kann aber anscheinend auch dick machen. So hat man inzwischen Bakterien im Darm von unter Adipositas leidenden Menschen gefunden, die ihrem Wirt die ansonsten unverdauliche Cellulose aufschließen und die darin enthaltenen Kalorien zur Verfügung stellen. (Man wird dann auch vom Salat dick!) Das heißt aber nicht, dass ich mich jetzt nur noch von Fleisch ernähren sollte, da durch meinen erhöhten BMI mein Krebsrisiko schon erhöht ist und durch die Fleischkost noch weiter erhöht wird. Vielmehr sollte ich die Form der Ballaststoffe ändern und zusätzlich zu mir passende Probiotika einnehmen, um Einfluss auf die Zusammensetzung meiner Darmflora zu nehmen.

 

(c) Thomas Würzler

Genetik vs Umwelt und der Faktor der Epigenetik

Nach einer weit verbreitete Meinung, lassen sich die Ursachen chronischer Erkrankungen in zwei Hauptfaktoren, in erworbene Anteile, die durch äußere Faktoren hervorgerufen werden, und genetisch bedingte Anteile, die wir von unseren Vorfahren mitbekommen, als innere Anteile unterteilen.[1]
Dabei wird die Einteilung zwischen äußeren Faktoren, wie z.B. Umweltgifte, und meiner genetisch mitgebrachten Widerstandsfähigkeit (gegenüber diesen Umweltgiften) durch die Epigenetik teilweise auf den Kopf gestellt.

Genetisch bedeutet, dass die Information in der DNS (Desoxyribonukleinsäure, oder englisch DNA mit A für Acid = Säure) abgespeichert ist.
Hier wäre also die genetische Ebene, die bestimmt, wie widerstandfähig ich gegenüber Umweltfaktoren bin.
Wenn ich „gute“ Gene mitbekommen habe, bin ich weniger empfindlich und merke erst später meine Probleme oder vielleicht auch überhaupt nicht. (z.B. der hundertjährige Raucher, der schon seit 90 Jahren Kette raucht und keinerlei Probleme hat vs dem krebskranken 35-Jährigen, der vielleicht nur ein paar Jahre geraucht hat)
Deshalb ist auch die Festlegung von Grenzwerten für bestimmte Schadstoffe so problematisch. Die genetisch festgelegte enzymatische Entgiftungsleistungen differiert von Mensch zu Mensch und ist normalerweise auch anfänglich nicht bekannt, weshalb man nicht im voraus wissen kann, wie empfindlich jemand auf einen Schadstoff reagiert. Auch wird bei den Grenzwerten für einzelne Schadstoffe die Wechselwirkungen der Schadstoffe untereinander, und die damit veränderte Wirkung auf den Organismus, nicht berücksichtigt.

Dann gibt es aber auch die epigenetische Ebene. Aber was ist das?

Wenn ich meine chromosomale DNA betrachte (also die DNA, die bestimmt, ob ich männlein oder weiblein, blond oder dunkelhaarig oder ähnliches bin.), dann habe ich wahnsinnig viel Information, die aber auf einem winzig kleinen Raum eingesperrt ist. Das geht aber nur, weil die DNA verpackt ist. Wenn ich das mit einer Bibliothek vergleiche, dann würde ich alle Bücher in Kartons packen und die Karton noch stapeln. Dadurch spare ich unheimlich viel Platz, aber in so verpackten Büchern kann ich weder lesen, noch bestimmte Informationen suchen! Also klebe ich mir auf die Kartons Aufkleber, die mir sagen, wo ich meine Informationen, die ich im Moment brauche, finden kann. Das macht meine Zelle mit Methyl-Resten, mit denen meine DNA markiert wird. Deshalb macht eine Leberzelle das, was eine Leberzelle machen soll, und eine Hirnzelle das, was eine Hirnzelle machen soll, obwohl beide die gleiche DNA in sich tragen.
Die Markierung mit Methyl-Resten nennt man das Methylierungsmuster. Man weiß inzwischen, dass das Methylierungsmuster durch Umweltfaktoren, wie z.B. meine Nahrung (Man ist, was man ißt!), Erkrankungen, mein Verhalten oder aber meine Psyche beeinflusst wird.
Veränderte Methylierungsmuster werden in Zusammenhang mit der Onkogenese, also der Entwicklung von Krebs, gebracht.[2][3]
Gegenstand aktueller Forschung ist, ob diese Informationen an die nächste Generation weitergegeben wird. Dazu gibt es zwar deutliche Hinweise aus der Botanik und der Tierforschung, aber, ob das den Menschen betrifft, muss erst noch zweifelsfrei bewiesen werden.[4] (Nicht desto trotz sind die Mechanismen, die hinter der Methylierung von DNA stecken, so rudimentär, das es schon an ein Wunder grenzen würde, wenn dieses Problem ausgerechnet bei uns Menschen nicht auftreten sollte.)
Deshalb hat meine Ernährung, meine Psyche, die Umweltgifte und so weiter nicht nur eine Wirkung auf mich und meine Zukunft, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach auch auf die Zukunft meiner Kinder und der nachfolgenden Generationen und bestimmt damit auch wieder, wie widerstandsfähig die dann sein werden.

1: Uwe Ohmer, Chronische Erkrankungen erfolgreich behandeln mit der Regenerativen Mitochondrien-Medizin, tao.de in J. Kamphausen Verlag, 2013
2: David S. Shames, John D. Minna, Adi F. Gazdar, DNA Methylation in Health, Disease and Cancer, 2007,85-102 ,Curr. Mol. Med.
3: Robert A. Weinberg, The biology of cancer, Garland Science, 2014
4: Berhard Kegel, Epigenetik – Wie unsere Erfahrungen vererbt werden, DuMont, 2017

 

(c) Thomas Würzler

Yoga

Der Yoga ist eine indische philosophische und religiöse Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen wie Yama, Niyama, Asanas, Pranayama, Pratyahara, Kriyas, Meditation und Askese umfasst.


„Der Begriff Yoga (Sanskrit, m., yoga, von yuga ‚Joch‘, yuj für: ‚anjochen, zusammenbinden, anspannen, anschirren‘) kann sowohl „“Vereinigung““ oder „“Integration““ bedeuten, als auch im Sinne von „“Anschirren““ und „“Anspannen““ des Körpers an die Seele zur Sammlung und Konzentration bzw. zum Einswerden mit Gott verstanden werden.

Da jeder Weg zur Gotteserkenntnis als Yoga bezeichnet werden kann, gibt es im Hinduismus zahlreiche Namen für die verschiedenen Yoga-Wege, die den jeweiligen Veranlagungen der nach Gotteserkenntnis Strebenden angepasst sind.


Yoga ist eine der sechs klassischen Schulen (Darshanas) der indischen Philosophie. Es gibt viele verschiedene Formen des Yoga, oft mit einer eigenen Philosophie und Praxis. In Westeuropa und Nordamerika denkt man bei dem Begriff Yoga oft nur an körperliche übungen, die Asanas oder Yogasanas.

Naturheilpraxis Würzler – Cölbe

Naturheilpraxis Würzler
Kiesebachweg 2
35091 Cölbe
Tel.: 06421/982737
Mail: kontakt(a)heilpraktiker-wuerzler.de

    • Helmut Würzler
      1985 erste Naturheilpraxis in München
      Seit Januar 2000 in Cölbe bei Marburg a.d. Lahn
      Master of Chiropractic bei Dr. W.P. Ackermann
      Ohr und Körperakupunktur
      Neuromuskuläre Therapie nach Paul St.John, USA
      Fußreflexzonentherapie nach Hanne Marquardt
      Stretching nach Aaron L. Mattes, USA
      Yogalehrer (BdfY)
      Yogatherapeut
    • Thomas Würzler
      Diplom Chemiker
      Seit 2011 Heilpraktiker
      Seit 2013 Ernährungsberater (GGB)
      Chiropraktik
      Akupunktur
      Neuromuskuläre Therapie