Dorn-Tapen

Dorn-Therapie

Die Dorn-Methode hat ihren Namen nach ihrem Begründer Dieter Dorn.
Bei ihr werden Fehlstellungen der Wirbel durch Grifftechniken und einer rhythmischen Bewegung des Patienten sanft korrigiert.

Kinesiologisches Taping

Kinesiologisches Taping geht zurück auf den Japaner Kenso Kase. Die Dehnbarkeit der verwendeten Tapes richtet sich nach der Dehnungsfähigkeit der menschlichen Haut und der Acrylkleber hat ein wellenförmiges Muster. Dadurch sollen an die Haut Impulse gegeben werden und die Schmerzrezeptoren beeinflusst und der Blut- und Lymphfluss in diesem Bereich angeregt werden. In der wissenschaftlichen Forschung diskutiert man als Wirkmechanismen eine Wirkung auf die oberflächlichen Faszien, und damit eine indirekte Beeinflussung des zentralen Nervensystems, als auch die Hemmung von Nozizeptoren (Schmerzrezeptoren). Auch die Steigerung der Mikrozirkulation als auch die Wirkung über den kutiviszeralen Reflex werden in die Überlegungen des Wirkmechanismus mit einbezogen.

Dorn-Tapen

Die Synergie aus Dornen und Tapen. Entwickelt von HP Thomas Ludwig (s.a. http://gegamed.de/team/thomas-ludwig/) stellt sie eine hervorragende Methode dar, Fehlstellungen im Skelettsystem des Patienten zu korrigieren und diese anschließend zu fixieren.

In Kombination mit der Neuromuskulären Therapie, wo man gezielt einzelne Muskel und Muskelpartien behandelt, um Fehlstellungen der Wirbelsäule und des ganzen Bewegungsapparates zu korrigieren, stellen sowohl die Chiropraktik als auch das Dorn-Tapen einen hervorragenden Ansatz, Beschwerden im Bewegungsapparat nachhaltig positiv zu beeinflussen.

Bioresonanz

Bioresonanz mit Bicom-Gerät von Brüggemann/Regumed

Die Bioresonanztherapie, abgekürzt BRT, auch Mora-Therapie, biophysikalische Informationstherapie oder Multiresonanztherapie genannt, ist eine Methode zur Behandlung von Allergien, Migräne, Schlafstörungen, chronischen Schmerzen und weiteren Krankheiten.
Die Bioresonanztherapie wurde 1977 von dem deutschen Arzt Franz Morell und seinem Schwiegersohn, dem Ingenieur Erich Rasche als MORA-Therapie eingeführt. Die Bioresonanztherapie hat dabei nichts mit Biofeedback zu tun. Durch Interferenz mit dem invertierten Signal kann man die krankhaften elektromagnetischen Schwingungen aufheben. Es gibt körpereigene elektrische Signale, die man messen kann und dadurch Krankheiten und Fehlfunktionen anhand veränderter körperspezifischer elektromagnetischer Schwingungen (Frequenzen) erkennbar machen kann. Durch Interferenz mit dem invertierten Signal kann man die krankhaften elektromagnetischen Schwingungen aufheben und damit den Körper in die Lage versetzen mit Hilfe seiner Selbstheilungskräfte die Krankheiten zu bekämpfen. Dabei ist der Körper in der Lage, aus einer Vielfalt an elektrischen Signalen und äußeren Störsignalen die bedeutsamen Signale für sich zu isolieren.

Fußreflexzonenmassage

Bei der Fußreflexzonenmassage werden definierte Reflexzonen der Füße massiert.

Alle Zonen sind mit einem bestimmten Organ oder einer bestimmten Struktur verbunden. Durch passende Stimulierung dieser Zonen werden die Organe entsprechend beeinflusst und etwaige Beschwerden gelindert.
Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sie der amerikanische Arzt William Fitzgerald (1872-1942) aus der Massagetechnik der Indianer und brachte sie in eine systematische Ordnung. Dabei teilte er den menschlichen Körper in zehn Sagitalzonen (Längszonen) und drei Transversalzonen (waagrechte Zonen), die er proportional auf den Fuß übertrug. Seine Assistentin Eunice Ingham (1889-1974) entwickelte daraus die Topographie der Fußreflexzonen und zeichnete die ersten Karten. Von ihr lernte Hanne Marquardt diese Technik und brachte sie Ende der sechziger Jahre nach Deutschland.
Studie weist durchblutungsfördernde Wirkung nach.
Dies hat eine Untersuchung der Universität Innsbruck bestätigt (Doppelblindstudie): Insgesamt 32 gesunde Menschen wurden im Nierenbereich der Fusssohle beziehungsweise einem Kontrollfeld massiert. Gleichzeitig wurde die tatsächliche Durchblutung mittels Doppler-Sonographie gemessen. Das Ergebnis: Die Massage des Nierenfeldes führte tatsächlich zu einer Erhöhung der Durchblutung in diesem Bereich, ganz im Gegensatz zu der Massage des Kontrollareals.
Auch belegte eine Studie der Universität Jena von 2006 eine Wirkung bei Gonarthrose (Kniegelenksarthrose).
Die Indikationen sind sehr zahlreich, sowohl Schmerzsyndrome am Bewegungssystem, Kopfschmerzen und Migräne als auch vegetative Dysregulation, Allergien, Unterstützung der Abwehrkräfte oder auch Hypertonie, Schilddrüsenfunktionsstörung und andere hormonelle Dysfunktionen.
Als nichtinvasive Methode eignet sie sich besonders gut zur Behandlung von Kindern, auch durch geschulte Eltern, welchen man einfache Griffe schnell und leicht zeigen kann.

Deutsch-indische Yoga-Freundschaft

2013 war mein Neffe Jomon Scariah, seines Zeichens Iyengar-Yogalehrer und Yoga-Referee in Indien, bei uns zu Besuch. Mit ihm haben wir Koblenz besucht. Hiervon ein paar Eindrücke.

Akupunktur

Die Akupunktur (Lat.: acus = Nadel, punctio = das Stechen, chin.: 针刺 zhēn cì) ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).

Der Begriff „Akupunktur“ wurde Ende des 17. Jahrhunderts von China-Reisenden gebildet, die damit ihre Beobachtung beschreiben wollten, dass chinesische Ärzte ihre Patienten behandelten, indem sie ihnen eine oder mehrere Nadeln in den Körper einstachen, denn nach den Vorstellungen der TCM ist ein gestörter Energiefluss für die Erkrankungen verantwortlich und wird durch Stiche in, auf den Meridianen gelegenen, Akupunkturpunkte ausgeglichen, da sie von der Lebensenergien des Körpers (Qi) ausgeht, die auf diesen definierten Längsbahnen zirkulieren und einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen haben. Was die Europäer nach oberflächlicher Betrachtung Akupunktur nannten, ist ein Teilgebiet von zhēn jiù (针灸), „nadeln und moxen“. Moxen bezeichnet das Abbrennen von Artemisia-Kraut (Beifuß) an einem Punkt der Körperoberfläche.

Akupunktur

Klinische Studien zeigen eine Wirksamkeit der Akupunktur bei durch Kniegelenksarthrose bedingten Schmerzen, bei chronischen tiefen Rückenschmerzen und bei der Prophylaxe von Migräneattacken. Die Akupunktur ist ein Behandlungskonzept der traditionellen chinesischen Medizin. Sie basiert auf der Lehre von Yin und Yang, die später durch die Fünf-Elemente-Lehre und der Lehre von den Meridianen ergänzt wurde. Sie verwendet drei Verfahren: Einstechen von Nadeln in die Akupunkturpunkte, Erwärmen der Punkte (Moxibustion) und Massage der Punkte (Akupressur).

In der Akupunktur werden rund 400 Akupunkturpunkte maßgeblich benutzt, die auf den so genannten Meridianen angeordnet sind. Zur Vereinfachung wurde das heute gängige Modell von zwölf Hauptmeridianen, die jeweils spiegelbildlich auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, eingeführt. Acht Extrameridiane und eine Reihe von sogenannten Extrapunkten ergänzen dieses Modell.

Die Akupunktur gehört zu den Umsteuerungs- und Regulationstherapien. Noch älter als die Akupunktur ist die Akupressur, bei der die Punkte mit Hilfe der Fingerkuppen oder auch mit Hilfe von Werkzeugen massiert werden, weshalb die Akupressur auch als eine nicht-invasive Form der Akupunktur betrachtet werden kann.

Homöopathie

Geschichtliches

Begründet wurde die Homöopathie von dem Arzt, Apotheker, Chemiker und Übersetzer medizinischer Literatur Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755- 1843), der den damaligen Behandlungsmethoden – Aderlass, Schröpfen, Verabreichung toxischer Substanzen äußerst kritisch gegenüberstand. Er gab zunächst seine praktische Tätigkeit auf, da er nicht länger nach den vorhandenen Krankheitshypothese Substanzen verabreichen wollte, die ihre Anwendung in der damaligen Arzneimittellehre einer willkürlichen Entscheidung verdankten, als er in Leipzig 1790 ein Schlüsselerlebnis hatte. Bei der Übersetzung des Textes des schottischen Arzneimittellehrers Cullens kamen ihm Zweifel über die Ursachen der Wirkung der dort beschriebenen Chinarinde und er führte einen Eigenversuch damit durch. „Homöopathie“ weiterlesen

Neuromuskuläre Therapie nach Paul St. John

Neuromuskuläre Therapie, kurz NMT, ist eine Massageform, die sich von anderen Formen durch ihre quasi-statische Art der Druckausübung zum Stimulieren spezifischer Bereiche der Skelettmuskulatur auszeichnet. Oft werden diese Bereiche oder Punkte als myofasciale Trigger-Points bezeichnet.
Die St. John Methode der Neuromuskulären Therapie basiert auf dem Finden unsachgemäßer struktureller und biomechanischer Muster im Patientenkörper. Wenn diese Muster erkannt sind, wird ein Fünf-Punkte-Programm entworfen, durch das der Patient geführt wird.

1. Beseitigen des Muskelkrampfes
2. Wiederherstellung der Flexibilität
3. Wiederherstellung der korrekten Biomechanik
4. Erhöhen der Muskelstärke
5. Erhöhen der muskulären Ausdauer

Der Zweck ist nicht nur, Schmerzen zu beseitigen, sondern auch den Patienten zu unterweisen, um mögliches Wiederaufkommen der Schmerzen zu verhindern.

Mittlere Reihe 2. von links: HP Helmut Würzler 4. von rechts: Paul St. John, Erlangen 1992

Entsprechend neuerer Forschung gelten ungefähr 90% der auftretenden Schmerzsymptome als idiopatisch, d.h. sind unklarer Genese. Nach St.John’s Meinung liegt der Grund, warum man nicht weiß, woher diese Schmerzen kommen, darin, dass das Weichteilgewebe nicht genug untersucht wird. Die NMT ist eine Methode, Muskeln, Sehnen und Bänder zu untersuchen, um diese versteckten Quellen der Schmerzen zu finden. Durch die Korrektur der Struktur und Biomechanik können nicht nur die Schmerzen beseitigt werden, sondern es können auch eine Vielzahl von physiologischen Bedingungen positiv beeinflusst werden.

Eines der neurologischen Gesetzmäßigkeiten, die die Grundlage der NMT sind, ist das Wolff’sche Gesetz, das vereinfacht aussagt: Die Form folgt der Funktion und die Funktion der Form. Das bedeutet: Eine Deviation der Form des Körpers ist oft verbunden mit einer Einschränkung der Funktion der entsprechenden Körperteile; z.B. kann eine krumme Haltung eine Verdauungsstörung verursachen, oder ein verspannter Trigger-Punkt kann das Hörvermögen einschränken oder den Gleichgewichtssinn beeinflussen. “

 

Was ist die richtige Ernährung?

Vollwert-Ernährung

oder

„Wie halte ich mich mit meiner Nahrung gesund?“

Wichtige Fragen:

  • Ob und wieviel Fleisch sollte ich überhaupt essen?
  • Wie beeinflusst meine Nahrung meine Darmflora und was bewirkt das bei mir?
  • Was muss ich tun, um Krebs vorzubeugen?

Die Welt der Ernährung

Wissenschaft einig:
Ohne die Vielfalt an pflanzlicher Kost
können wir nicht gesund alt werden!

  • Über 30% der Fälle von Magen- und
    Darmkrebs sind ernährungsbedingt.
  • Über 50% der Diabetes-Fälle könnte man
    durch die Reduktion von Bauchfett
    verhindern
  • Auch bei Herzinfarkt und Schlaganfall geht
    man davon aus, dass in 30% der Fälle eine
    Fehlernährung vorliegt.


Täglich entstehen ca. 1 Mio. mutierte Zellen in unserem Körper, also Vorstufen von Krebs. Davon muss nur eine zur Krebszelle werden, damit ich krank werde. Es ist also nicht erstaunlich, dass 40% der Deutschen an Krebs erkranken, sondern dass es nicht 100% sind.
Ein Teil von uns macht also das Richtige.


Die Vitamine, Mineralien und sog. sekundäre Pflanzenstoffe sind die Basis für einen funktionierenden Körper. Über Jahrmillionen haben sich unsere evolutionären Vorfahren von Pflanzen ernährt. Wir sind auf einen beständigen Zufuhr von Vitalstoffen angewiesen, um unseren Körper in seiner Arbeit, uns gesund zu erhalten, zu unterstützen.

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Wir essen aber viel zu viel Fleisch und Wurst. Wir brauchen, wenn überhaupt, höchstens 600g Fleisch pro Woche.

(Vor allem Männer in Deutschland liegen beim dreifachen darüber! In den Stuhlproben, die heutzutage im Labor untersucht werden, findet man etliche Mengen an fast unverdauten Fleischfasern vom Rind, Schwein, Huhn, ect… Der Dünndarm kann also gar nicht so viel aufnehmen und im Dickdarm fault es dann vor sich hin und erzeugt Leichengifte!) Dabei darf man die eingenommenen Medikamente nicht aus den Augen verlieren. So können sog. Protonenpumpen-Hemmer die Fleischverdauung negativ beeinflussen. Auch die Zusammensetzung meiner Darmflora kann von diesen Medikamenten beeinflusst werden, so dass Species, die normalerweise den Mund-Rachenraum besiedeln, im Darm wiedergefunden werden, wo sie normalerweise nicht hingehören. Was dies letztendlich für Konsequenzen hat, muss aber erst noch untersucht werden.

Meine Darmflora hat aber einen großen Einfluss auf meine Gesundheit und hängt von der Zusammensetzung meiner Nahrung ab. Sie beeinflusst meine Psyche, sorgt dafür, dass ich mein Gewicht halte, stärkt mein Immunsystem u.v.a.m.

Dabei hat sich inzwischen herausgestellt, dass die Zusammensetzung und Menge meiner Ballaststoffe in der Nahrung ein entscheidender Faktor ist, welche Spezies an Darmkeimen in meinem Darm vorherrschen und damit, ob meine Darmflora sich positiv oder negativ auf meinen Körper auswirkt. Auch Fleisch aus Massentierhaltung kann sich negativ auf meine Darmflora auswirken, da sie Antibiotika enthält. Das selbe gilt für Konservierungsstoffe – auch sie beeinflussen meine Darmflora negativ.

Healthy eating. Happy family mother and children prepares vegetable salad in kitchen

Auch das Thema Zucker ist nicht zu unterschätzen.

„Gesundheitsgefährder Nr. 1: Zucker“

Haushaltszucker, wie z.B. weißer Zucker, Rohrohrzucker wie auch andere Zuckerisolate, aber auch Auszugsmehle, wie weißes Mehl (Weizenmehl) oder Graumehl(Roggenmehl), schaden der Gesundheit und führen zu Diabetes, Stoffwechselerkrankungen, Atherosklerose u.a. (Auch hier liegt ein Grund für eine Fehlbesiedlung des Darms aufgrund von zu viel Zucker, denn das fördert das Wachstum von Pilzen im Darm .)  Im besonderen die sog. Softdrinks mit ihrem hohen Zuckergehalt stellen ein sehr großes Problem dar, da hier die Menge an zugeführten Zucker und damit Kalorien noch schlechter kontrolliert werden kann.

„Eure Nahr-   ungsmittel
sollen eure Heilmittel sein
und eure Heilmittel sollen
eure Nahrungsmittel sein.“
Hippokrates von Kos
460 bis 377 v. Chr.
griechischer
Arzt

Siehe auch:
Artikel: Die richtige Ernährung
Gesellschaft für Gesundheitsberatung Lahnstein

Yoga

Der Yoga ist eine indische philosophische und religiöse Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen wie Yama, Niyama, Asanas, Pranayama, Pratyahara, Kriyas, Meditation und Askese umfasst.


„Der Begriff Yoga (Sanskrit, m., yoga, von yuga ‚Joch‘, yuj für: ‚anjochen, zusammenbinden, anspannen, anschirren‘) kann sowohl „“Vereinigung““ oder „“Integration““ bedeuten, als auch im Sinne von „“Anschirren““ und „“Anspannen““ des Körpers an die Seele zur Sammlung und Konzentration bzw. zum Einswerden mit Gott verstanden werden.

Da jeder Weg zur Gotteserkenntnis als Yoga bezeichnet werden kann, gibt es im Hinduismus zahlreiche Namen für die verschiedenen Yoga-Wege, die den jeweiligen Veranlagungen der nach Gotteserkenntnis Strebenden angepasst sind.


Yoga ist eine der sechs klassischen Schulen (Darshanas) der indischen Philosophie. Es gibt viele verschiedene Formen des Yoga, oft mit einer eigenen Philosophie und Praxis. In Westeuropa und Nordamerika denkt man bei dem Begriff Yoga oft nur an körperliche übungen, die Asanas oder Yogasanas.

Eigenblutinjektion

Eigenblutinjektionen gehören zu den Umstimmungstherapien
Eigenblutinjektion

Die Eigenblutbehandlung kann eingesetzt werden bei chronischen Infekten, allergischen Erkrankungen, Neurodermitis, Asthma, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises uvm. ähnlich wie beispielsweise regelmäßig durchgeführte kalte Güsse oder Saunabesuche stimmen sie den Körper um und wecken seine Selbstheilungskräfte.

Das in die Muskeln injizierte Blut kann das Immunsystem anregen. Dieses richtet sich aber nicht gegen das eigene Blut, sondern, einmal aktiviert, verstärkt gegen körperfremde Eindringlinge wie Viren oder Bakterien. Auch wirkt eine Eigenblutbehandlung ausgleichend auf überschießende Reaktionen des Immunsystems.

Von den ersten Versuchen bei chirurgischer Wundbehandlung berichtet 1876 erstmal Schede. Die eigentlichen Begründer der Eigenblutinjektionen waren zwei schwedische Ärzte (Grafstrom und Elfstrom), die in Amerika praktizierten und 1898 erstmals kochsalzverdünntes Eigenblut einsetzten, zunächst bei Pneumonien, später auch bei Tuberkulose und das mit großem Erfolg.

Die 1912 veröfffentlichte Arbeit von R. Schmidt über Arzneimittel der unspezifischen Proteinkörpertherapie erhielt die Eigenblutbehandlung ihre wissenschaftliche Basis. Von nun an gewann diese Therapieform immer mehr Anhänger. So war es vor allen Dingen der Dermatologe Spiethoff, der von 1913 an alle im dermatologischen Bereich gemachten Erfahrungen mit Eigenblutinjektionen sammelte und publizierte.

Damit schuf er die Grundlagen für die Eigenblutbehandlung, die bis heute noch allgemeine Gültigkeit haben. Die eingehenden Untersuchungen von Vorschütz und Tenckhoff im Jahre 1922 zum Thema Eigenblutbehandlung bestätigten die bislang gemachten Erfahrungen und erhärteten dadurch die wissenschaftlichen Arbeiten von R. Schmidt und Spiethoff.

Die Eigenblutbehandlung wird populär und zum Allgemeingut. Sie findet nunmehr auch Anwendung in anderen medizinischen Disziplinen. Anlässlich von Kongressen wird zunehmend über die Eigenblutbehandlung referiert, so z. B. auf dem 47. Chirurgenkongreß 1923. Die Therapie mit Eigenblut wird zum Thema vieler Dissertationen.
Weitere Bestätigung findet diese Therapieform durch die Veröffentlichung von F. Hoff „Unspezifische Therapie und natürliche Abwehrvorgänge“ und durch das von Koeniger geschriebene Buch „Krankenbehandlung durch Umstimmung“.