Multiresistente Keime bedrohen unser Gesundheitswesen

Multiresistente Keime werden zu einem immer größeren Problem für unser Gesundheitswesen, weswegen wir immer mehr auf natürliche Antibiotika zurückgreifen müssen.

Dank Hühnerzüchtern in Asien besitzen wir keinerlei Reserve-Antibiotika mehr. Die Gewinnmargen für die Entwicklung neuer Antibiotika sind so gering, dass die pharmazeutische Industrie kein zu großes Interesse zeigt, auf diesem Gebiet Unsummen an Geld für etwaige Forschung auszugeben.
Simple Routine-Eingriffe werden lebensbedrohlich wegen multiresistenter Keime. Der Hospitalismus ist die vierthäufigste Todesursache in den USA.
Dies ist die Quittung für die jahrzehntelange Hybris, man hätte die Bakterien schon besiegt. Nachdem Alexander Fleming in 1928 zufällig Penicillin entdeckt hatte, hatten viele Menschen darauf gehofft.
Antibakterielle Substanzen, die von Pilzen, anderen Bakterien oder Pflanzen produziert werden, gibt es eigentlich schon immer. Die Tatsache, dass es heute noch Bakterien gibt, zeigt widerrum, wie stark die Antibiotikaresistenz-Aktivität in den Bakterien verankert ist. Sie ist nichts neues, ganz im Gegenteil.
Deshalb verwundert es auch nicht, dass die Einzelwirkstoffe, die wir im letzten Jahrhundert entwickelt haben, inzwischen nicht mehr ihren Biss haben, den ihnen einmal innewohnte. Obwohl die verschiedenen Medikamente ganz unterschiedliche Wirkansätze haben, können die Mikroben sich ihnen anpassen und teilweise Resistenzen entwickeln gegenüber Antibiotika, mit denen sie gar keinen Kontakt hatten. Dies ist irgendwie faszinierend, aber auch erschreckend.
Die größten Brutstätten für multiresistente Keime sind, neben den Krankenhäusern und Bauernhöfen, die Kläranlagen, wenn man bedenkt, dass eingenommene Antibiotika zu ~70-80% unabgebaut wieder ausgeschieden werden. Selbst im häuslichen Bereich werden immer mehr resistente Keime gefunden. Dies ist eine beunruhigende Tatsache.
Die Natur zeigt aber, wie man der Bakterien-Plage Herr werden kann. Natürliche Antibiotika, wie sie z.B. die Pflanzen bilden, zeichnen sich durch sehr hohe Komplexität aus. Auch das Propolis, was die kleine Biene aus Baumharzen herstellt, ist sehr komplex. Es gibt nicht nur einen Wirkstoff, auf den sich die Bakterien einstellen können, sondern ein ganzer Cocktail an Wirkstoffen, die sich in ihrer Wirkung gegenseitig unterstützen (Synergismus). Dies ist der Schlüssel zum Erfolg.
Diese Komplexität in ihrer Vollständigkeit zu erfassen stellt eine riesige Hürde dar, die man in Zukunft vielleicht mit Hilfe von Quantencomputern überwinden kann. Bis dahin bleibt uns aber nichts anderes übrig, als, in aller Bescheidenheit, uns der Natur zu bedienen, um nicht von den Superkeimen überrannt zu werden.

Stärkung des Immunsystems

Aus gegebenen Anlass möchten wir hier darauf hinweisen, dass der beste Schutz vor einer Infektion, mit was auch immer, mein Immunsystem ist.
Es schützt mich sowohl vor Infekten als auch vor Krebs.

Deshalb muss es jederzeit gestärkt sein, weil ich nicht wissen kann, wann ich es wieder dringend brauche.


Schon Pfarrer Kneipp war bekannt, dass man sein Immunsystem mit leichten Kälte-Reizen trainieren kann.
Frühmorgens Wechselduschen oder Kneipp‘sche Schenkelgüsse wären sicher sinnvoll.

Für ein starkes Immunsystem brauche ich auch eine gute Darmflora. Diese steht und fällt mit meiner täglichen Nahrung.

Deshalb sollte man z.Z. auf Zucker und Auszugsmehle komplett verzichten, da sie nachgewiesener Maßen das Immunsystem schwächen.

Dagegen sollte man viel frisches Gemüse, Obst und Salat essen. Die dort enthaltenen Inhaltsstoffe stärken direkt mein Immunsystem, und fördern das Wachstum meiner Darmflora.

Ich muss aber auch, wenn es möglich ist, alles vermeiden, was mein Immunsystem schwächt. Das gilt sowohl für Fleisch aus Massentierhaltung, als auch Konservierungsstoffe in der Nahrung, als auch übertriebene Gaben von Antibiotika als auch Kortison, wie auch andere Immunsuppressiva (Alles mit Augenmaß, sonst rächt sich das ganze irgendwann).

Der Nutzen von Gemüse und Obst

Mehrwert pflanzlicher Nahrung gegenüber Junkfood und Fleisch

Wissenschaftler der Havard Universität sind der Meinung, dass der Kauf pflanzenbasierter Lebensmittel die vermutlich beste Investition in eine ernährungsbasierte Gesundheit darstellt. Auf Basis eines Nährwert-Kosten-Vergleichs liefert Gemüse einen sechsmal höheren Wert als stark verarbeitete Lebensmittel (Junkfood) und einen achtundvierzig mal höheren Wert als Fleisch.

Es kommt bei der Auswahl der Lebensmittel auf den Anteil an Nährstoffen, wie z.B. Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe an. Dabei wird von wissenschaftlicher Seite immer wieder festgestellt, dass Obst und Gemüse aus biodynamischen Anbau mehr gesunde Inhaltsstoffe enthält, als konventionell angebaute Feldfrüchte.

Das wird von den verschiedenen Wissenschaftlern darauf zurückgeführt, dass bei biologischem Landbau die Bodenflora gesünder ist, was den Pflanzen hilft, Stoffe aus dem Boden aufzunehmen, wie zum Beispiel Mineralien, aber auch der Nicht-Gebrauch von Pestiziden, der dazu führt, dass die Pflanzen dazu gezwungen werden selbst mehr Abwehrstoffe zu produzieren, also die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe.

Fleischkost führt zu 8x höherem Risiko für Darmkrebs

Um nochmal auf die Vorteile einer Pflanzen-basierten Kost zu kommen: Vergleicht man Mischköstler, deren Kost sehr viel Gemüse und wenig Fleisch enthält mit denen, die im Gegenteil sehr viel Fleisch und nur sehr wenig Gemüse essen, so besteht bei letzteren ein achtfach höheres Risiko an Darmkrebs zu erkranken.

Das amerikanische National Institutes of Health führte eine zehnjährige Studie an 545.000 Probanden im Alter von fünfzig bis einundsiebzig Jahren im Zusammenhang mit Fleischverzehr und Sterblichkeit durch. Dabei kamen sie auf ähnliche Ergebnisse wie die Havard Leute. Sie haben den Verzehr von Fleisch mit einem erhöhten Risiko an Krebs und Herzkrankheiten zu sterben bzw. allgemein frühzeitiger zu sterben in Verbindung gebracht. Faktoren, das Menschen mit einem erhöhten Fleischverbrauch auch insgesamt ungesünder leben, in dem sie weniger Sport treiben, rauchen und auch nicht genügend Obst und Gemüse essen, wurden rechnerisch mit berücksichtigt.

Welcher Faktor ist hier ausschlaggebend?

Unter starken Verdacht steht das an Hämoglobin gebundene Eisen, bzw. die große aufgenommene Menge von diesem im Muskelfleisch und Blut.

Paracelsus: “ Alle Ding‘ sind Gift und nichts ohn‘ Gift – allein die Dosis macht, das ein Ding‘ kein Gift ist. “

Die Aufnahme von pflanzlich gebundenes Eisen kann der Körper sehr gut steuern, dass von tierisch gebundenen Eisen nicht.

Alles was der Körper braucht, um aus Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüssen, Samen, Trockenobst und dunkelgrünem Blattgemüse eine ausreichende Menge an Eisen aufzunehmen, ist die ausreichende Zufuhr von Vitamin C. Der Vitamin C-Gehalt einer einzigen Orange kann die Eisenaufnahme um das drei- bis sechsfache erhöhen. Man sollte aber dabei auf den gleichzeitigen Konsum von schwarzem Tee verzichten. (Also zum Essen nicht Tee trinken, sondern vielleicht frisch gepressten Orangensaft.)

Die richtige Ernährung

Meine Gesundheit (und die meiner Familie) ist eine Frage des Wissens. Erst wenn ich mir dieses angeeignet habe, kann ich mir ein vernünftiges Bild machen und mündige Entscheidungen treffen. Natürlich bedeutet das nicht, dass man zum reinen Asket werden soll und Zwanghaft auf alles verzichten, aber auf der anderen Seite muss ich mir auch im klaren sein, welche Konsequenzen unkontrollierter Genuss auf mein Wohlbefinden und damit auf meine Lebensqualität haben kann. Die Konsequenzen meines Handelns spürt man teilweise erst Jahre oder Jahrzehnte später, so dass die meisten Menschen die Zusammenhänge gar nicht wahrnehmen oder wahrhaben wollen, oder aber, weil so viele andere auch davon betroffen sind, als „Norm“ und Schicksal wahrgenommen werden.

Als Makronährstoffe (führen Kalorien zu) gelten:

  • Eiweiße,
  • Fette und
  • Kohlenhydrate

Eiweiße sind überall (sowohl tierisch als auch pflanzlich)
Zufuhr von essenziellen Aminosäuren als Bausteine von Eiweißen:
Acht essentielle Aminosäuren: Valin, Leucin, Isoleucin, Lysin, Methionin, Threonin,Tryptophan, Phenylalanin
Zwei semi-essentielle Aminosäuren: Arginin, Histidin

[essentiell: Der Körper kann sie nicht selber herstellen und ist auf eine Zufuhr von außen angewiesen,
semi-essentiell: Der Körper kann sie aus essentiellen Aminosäuren herstellen. Dadurch erhöht sich aber der Bedarf an diesen. Oder aber sie werden direkt zugeführt.]

Früher wurde immer behauptet, dass nur tierische Eiweißquellen alle essentiellen Aminosäuren in ausreichenden Mengen enthalten. Heute weiß man, dass das nicht stimmt, dass aber tierische Eiweiße eine Säurequelle darstellen. Eine Eiweißmastkost führt zu Gesundheitsproblemen, wie z.B. die Übersäuerung der Zwischenzellmatrix. Hierüber wird die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen sichergestellt und die Reste aus dem Stoffwechsel, die raus müssen, abtransportiert.

Pflanzliches Eiweiß genauso vollwertig wie tierisches

Wenn man pflanzliche Eiweißquellen nimmt, dann ist Abwechslung zwischen Hülsenfürchten, Nüssen, Blattgemüse, Vollkorn usw… wichtig.

Weiterhin gilt:

  • Tiermast und Umweltzerstörung (Flächenverbrauch ist hoch (75% der weltweiten Agrarfläche), die großen Güllemengen schaden dem Grundwasser)
  • Fisch ist sehr eiweißreich (Eiweißmast – mit Folgen für die Gesundheit)
  • Außerdem enthält tierisches Eiweiß Entzündungsmediatoren (v.a. Tiere aus Massentierhaltung).

Schadet Tofu der Umwelt?

Häufig wird gerade der Soja-Verzehr von Veganern in Form von Tofu, Sojamilch und Co. für die Zerstörung des Regenwaldes verantwortlich gemacht. Laut WWF: Rund 80 % der Bohnen werden zu Tierfutter verarbeitet. Soja wird also vor allem dafür verwendet, Tiere zu ernähren, deren Fleisch wir wiederum verzehren.
Doch dazu verbraucht die Fleischproduktion Unmassen an Ressourcen – ein Kilo Rindfleisch benötigt über 15.000 l Wasser, bei der Flächengewinnung und dem Anbau von Futtermitteln fallen über 20 kg CO2 an.

Fett macht nicht fett

Gesunde Nahrungsfette fördern das Sättigungsgefühl im Gegensatz zu isolierten Kohlenhydraten, die frei von Ballaststoffen sind.
Bei der Zufuhr von isolierten Kohlenhydraten (Haushaltszucker und weißes Mehl) – insbesondere Softdrinks – kennt der Körper keine Bremse (unkontrollierte Kalorienzufuhr – deshalb lieber Vollkorn konsumieren, da hier die Kalorien allmählich an den Körper abgegeben werden und die enthaltenen Ballaststoffe das Sättigungsgefühl fördern).

Gesättigte versus ungesättigte Fettsäuren :

Es wird beides benötigt, aber Schwerpunkt sollte deutlich (über 90%) auf natürliche, kaltgepresste,ungesättigte Öle, wie Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl oder Leinöl sein, um eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren und mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu gewährleisten. (Kein Sonnenblumen- oder Maiskeimöl wegen zu viel Omega-6) Dabei diese nicht hoch erhitzen – wegen Rauchpunkt – und erst nach dem Garen hinzufügen (oder kalt in Salaten). Das Gesamtverhältnis Omega-3 zu Omega-6 in meiner Nahrung soll maximal 1:4 betragen, nicht mehr, da Omega-3-Fettsäuren auf den Körper entzündungshemmend wirken und Omega-6-Fettsäuren zu Arachidonsäure umgebaut werden können, die eine entzündungsfördernde Wirkung aufweist.

Transfette & Rauchpunkt

Gesättigte Fette oder Fette mit hohem Rauchpunkt sind zum Braten oder Erhitzen besser geeignet, da das Erhitzen von ungesättigten Fettsäuren mit niedrigem Rauchpunkt zu ungesunden Transfetten und anderen ungesunden Folgeprodukten führt. Wegen der Transfette auch keine Margarine (gehärtete Fette) konsumieren, sondern, in kleinen Mengen, Sauerrahmbutter, am besten aus Rohmilch von Weidevieh (Heumilch). (Bei Butter muss ganz klar differenziert werden, von welcher Milch ausgegangen wird.)

Kohlenhydrate

Es gibt keine essentiellen Kohlenhydrate. Der Körper kann alle Kohlenhydrate, die er braucht, selber herstellen. Wichtig ist, dass man die Zufuhr von isolierten Kohlenhydrate, wie zum Beispiel Haushaltszucker (Saccharose, Invertzucker, Rohrzucker), reinen Traubenzucker (Glucose), als auch weißes Mehl und Graumehl (Auszugsmehl aus Weizen bzw. Roggen) stark einschränkt oder ganz darauf verzichtet. Reine, isolierte Fructose (Fruchtzucker – nicht zu verwechseln mit natürlicher Süße aus frischem Obst) führt zu einer Fettleber (gleiches Prinzip, wie bei der Gänsestopfleber). Auch das Novel-food Glukose-Fruktose-Sirup führt zu Diabetes, Fettleber und erhöhter Blutfettwerte. Vollkornprodukte zeichnen sich dagegen dadurch aus, dass der Zucker darin nur allmählich an den Körper abgegeben wird, so dass man keine starken Blutzuckerschwankungen bekommt, was einen vor Stoffwechselerkrankungen schützt.

Mikronährstoffe (führen keine Kalorien zu)
Mineralien, Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe:

Mineralien und Spurenelemente sind wichtige Bestandteile einer funktionierenden Biochemie im Körper. Damit der Körper sie aber vernünftig aufnehmen und verwerten kann, müssen sie in einem natürlichen Kontext zugeführt werden, sonst kann es zu starken Nebenwirkungen führen (Zum Beispiel kann die Zufuhr von reinem Calcium zu Nierensteinen und zur Knochenentkalkung führen).

Vitamine

Vitamine sind, zum Teil, Bausteine von Coenzymen oder Kofaktoren in der Biochemie des Körpers, oder auch Radikalfänger.

Vitamin Wofür Beispeilsweise enthalten in
A (Retinol)Sehen,Immun,HautInnereien, Beta-Carotin aus Karotten und Blattgemüse
B1 (Thiamin)°NervenVollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Walnüsse
B2 (Riboflavin)°Eiweiß- und EnergiestoffwechselMilch, Vollkornprodukte
NiacinBaustein für Coenzym, wird für den Energiestoffwechsel der Zelle gebrauchtGetreide, Gemüse, Obst
PantothensäureZentrales Nervensystem, Muskelstoffwechsel, Blutbildung, ImmunsystemInnereien, Eier, Vollkorn, Nüsse, Avocado, Gemüse, Obst, Milch, Hefe
B6 (Pyridoxin)°Nerven, ImmunsystemKartoffeln, versch. Kohlsorten, Avocado
FolsäureWachstum, Zellteilung, BlutbildungErbsen
B12 (Cobalamin)°Abbau von Fettsäuren, BlutbildungInnereien, Eier, Milchprodukte, milchsauer Vergorenes, zB. Sauerkraut, Chlorella-Algen
C (Ascorbinsäure)Bindegewebe, Immunsystem, Eisenaufnahme im Darm, RadikalfängerPaprika, Kartoffeln, Girsch, Acerolakirsche
D3 (Cholecalciferol)Knochen, Zellteilung, Immun, Muskulatur15 min Bewegung an der frischen Luft täglich, Pilze
E (Tocopherol)Zellschutz, RadikalfängerPflanzliche Öle, Getreide, Nüsse, Samen, Gemüse, Obst
K2 (Menachinon)°Knochen, GerinnungGrünkohl, Sojaöl, Kichererbsen
H (Biotin)°Haut, FingernägelNüsse, Haferflocken (frischgeflockt), Sojabohnen

° Werden auch im Darm von einem gesunden Mikrobiom (Darmflora) gebildet.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe werden vielfach von den Pflanzen zur Abwehr von Viren, Bakterien und Pilzen entwickelt. (Die Pflanze sitzt im Dreck und kann nicht weg) Sie sind die Grundlagen der Antikrebswirkung der pflanzlichen Lebensmittel

Dabei brauchen wir ganze Lebensmittel und nicht Nahrungsergänzungsmittel, denn die einzelnen Inhaltsstoffe bilden Synergien. (Wir haben uns ja auch nicht im Labor entwickelt, sondem in der freien Natur.)

Beispiele für gute Lebensmittel sind:

Brokkoli, Rote Beete, Himbeeren, Blaubeeren, Kohlgemüse aller Art, Kresse, Rucola, Rettich, Meerrettich, Raps und Senf.

In normalen Mengen, also nicht nach dem Motto viel hilft viel. Ungefähr 2 Teelöffel Brokkoli-Samen enthalten 80-100 mg Sulforaphan (empfohlene Tagesdosis). Sulforaphan ist nicht hitzestabil, also nur ganz leicht dünsten, dämpfen oder in Fett anbraten und noch knackig verzehren. Wenn Brokkoli roh verzehrt wird, dann erst kleinschneiden, 5 min an der Luft stehen lassen und dann essen, weil erst, mit Hilfe des Luftsauerstoffs, aus einer Vorstufe das Sulforaphan gebildet werden muss.

Täglich essen sollte man:

Obst, Salat, Rohkost, Hülsenfrüchte, Kreuzblütlergemüse, Zwiebeln. Lauch, Vollkornprodukte, Curcuma + Pfeffer, Paprika, Tomaten. Das Gemüse sollte frisch zubereitet werden – am besten gedämpft oder kurz angebraten, damit die sekundären Pflanzenstoffe aktiv bleiben.

Ballaststoffe

Ballaststoffe fördern das Wachstum meiner Darmflora (1), beschleunigen die Darmpassage (2) (sorgen also dafür, dass der Dreck schneller wieder aus meinem Körper kommt) und binden Gallensäure (3). (Bei den beiden letzten Punkten schützen mich Ballaststoffe also auch vor Darmkrebs. Nochmal: Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen dem Anteil an Ballaststoffen in meiner Nahrung und der Wahrscheinlichkeit, dass ich Darmkrebs bekomme. Je weniger Ballaststoffe umso größer das Risiko) Es gibt wasserlösliche und wasserunlösliche Ballaststoffe. Die wasserlöslichen sind vor allem wichtig für meine Darmflora (Mikrobiota, manchmal auch – nicht ganz korrekt – Mikrobiom genannt; siehe auch Kapitel Mikrobiom), die wasserunlöslichen eignen sich primär für das Stuhlvolumen, und damit für die Punkte (2) und (3). Meine Verdauungsenzyme können Ballaststoffe nicht spalten, so dass mir Ballaststoffe eigentlich keine Kalorien zuführen können. Man hat aber inzwischen festgestellt, das Menschen mit sehr hohem BMI (Body Mass Index) eine Fehlbesiedlung im Darm aufweisen können, bei der Darmbakterien Cellulose spalten, und dem Körper die enthaltenen Kalorien, ähnlich wie im Verdauungstrakt der Pferde, zur Verfügung stellen. Umgekehrt scheint es auch Mikroben zu geben, die mich davon abhalten zuzunehınen.

Pilze und Beta-Glucane

Neben den Polysacchariden (Beta-Glucane, Proteoglycane und andere) enthalten Pilze noch viele andere wirksame Inhaltsstoffe, wie Eiweiße, Triterpene, Phenole, Sterole u.v.m die zur Gesundheit beitragen und mich vor Krebs und anderen Zivilisationskrankheiten, wie z.B. Arteriosklerose oder Diabetes schützen. Das wird in zahlreichen klinischen Studien, vor allem aus Amerika und China, bestätigt.

Beta-Glucane findet man auch im Vollkorn – hier aber roh oder milchsauer vergoren essen.

Gewürze und Kräuter senken das Krebsrisiko

In erster Linie Curcuma, Ingwer, Ceylonzimt, Pfeffer, Petersilie, Rosmarin senken das Krebsrisiko, helfen aber auch bei Diabetes u.a. und fördern die Gesundheit. Dabei kommt es auch auf die Mischung an. So wird Curcumin von einem Enzym der Darmwand abgebaut, bevor es aufgenommen werden kann. Deshalb kann der Körper reines Curcumin kaum aufnehmen. Piperin aus schwarzem Pfeffer vermag aber dieses Enzym zu blockieren, so dass ein vielfaches an Curcumin aufgenommen werden kann.

Die Darmflora oder das Mikrobiota/Mikrobiom

Unser Mikrobiom (im weitesten Sinne unsere Darmflora) ist nur dann gesund, wenn wir ihm ausreichend Nahrung in Form von Ballaststoffen zur Verfügung stellen. Sie haben eine besondere wachstumsfördernde Wirkung auf Bifidobakterien. Das Wachstum von schädlichen Bakterien wird durch den Verzehr von Präbiotika (also Ballaststoffe) gehemmt und die Resorption von Mineralstoffen und Wasser im Dickdarm verbessert. Selbst die Muttermilch enthält Bestandteile, die für das Mikrobiom des Säuglings gedacht sind und das Wachstum von Eubakterien fördert. Antibiotika aus der Tiermast und Konservierungsstoffe aus dem convenience food schaden der Darmflora.

Interessant sind die wasserlöslichen Ballaststoffe. Allen voran das Inulin enthalten in Chicorée, Knoblauch, Zwiebeln, Porée, Schwarzwurzeln, Weizenkleie, Roggen und Bananen.

Lebensmittel mit hohem Oligofructosegehalt (Mehrfachzucker aus Fruktose-Einheiten, die nicht von unserem stärkespaltendem Enzym Amylase gespalten werden kann) sind Roggen, Hafer, Zwiebeln, Knoblauch, Bananen, Tomaten und Spargel.

Des weiteren benötigen wir resistente Stärke (entsteht beim Erhitzen und anschließendem Abkühlen von Stärke) aus kalten Kartoffeln, kaltem Reis, weiße und grüne Bohnen, Vollkornhafer, grünen Bananen und Mandeln.

Die Ballaststoffe im Vollkorn (Lignin, Cellulose und Hemicellulose, im Mehlkörper (Endosperm) kommen vor allem lösliche Hemicellulosen, Pektine und Beta-Glucane vor) wirken sich auch besonders gut auf das Mikrobiom aus und sind in der Lage Schmermetalle aus der Nahrung zu binden. Sie sind besonders enthaltenen in Vollkornbrot aber auch Quinoa, Naturreis und Hirse. Des weiteren in Haferflocken, Haferkleie und Weizenkleie. Das enthaltene Gluten ist eigentlich nur problematisch für Personen mit Zöliakie oder einer Glutenallergie. Menschen mit Weizenunverträglichkeit reagieren im allgemeinen auf die im Weizen besonders reich enthaltenen Defensine aufgrund eines Leaky-Gut-Syndroms, sie vertragen aber Urweizen-Sorten, wie Einkorn, Emmer, Dinkel oder Kamut. Das Leaky-Gut-Sydrom geht wieder zurück, wenn ich eine positive Schleimhautbesiedelung wieder habe.

Hülsenfrüchte sind, neben der Tatsache, dass sie eine hervorragende vegetarische Eiweißquelle sind, auch bedeutsam wegen ihrem großen Anteil wertvoller Ballaststoffe. Hier sind die Beispiele Kidney-Bohnen, weiße Bohnen, rote Bohnen, grüne Erbsen, gelbe Erbsen, Kichererbsen, Linsen und Erdnüsse.

Auch Nüsse sind eine hervorragende Ballaststoffquelle. Hier sollte man Mandeln, Kokosnüsse, Haselnüsse, Paranüsse, Pistazien, Walnüsse und Cashewkerne erwähnen.

Natürlich enthalten die verschiedenen Gemüsesorten viele Pflanzenfasern, die sich hervorragend als Nahrung für unser Mikrobiom eignen. Dabei enthält Gemüse anteilig etwas weniger Ballaststoffe als Getreide, wiegt diesen Nachteil jedoch durch eine sehr geringe Kalorienzahl auf.

Obst enthält in erster Linie lösliche Ballaststoffe, die sich auch sehr gut für das Mikrobiom eignen.

Epigenetik und Ernährung

Epigenetik ist die Lehre von der Markierung der Gene. Die Gene eines Menschen stehen in den Chromosomen. Sie bestehen aus DNA (Desoxyribonukleinsäure) und Histonen(Eiweißkörpern), auf denen die DNA aufgewickelt ist. Dadurch wird das ganze Material sehr eng gepackt. Um jetzt gezielt Informationen hierin zu finden, werden die einzelnen Bereiche markiert. Bereiche die gelesen werden sollen werden mit Acetyl-Resten (CH3-CH2-) markiert, der Rest wird mit Methyl-Resten (CH3-) markiert, um sie stumm zu schalten. Dieses wird als Methylierungs-Muster bezeichnet. (Früher, als man diese Zusammenhänge noch nicht kannte, machte man sich Gedanken, wie die einzelnen Zellen in unserem Körper ihre unterschiedlichen Funktionen nachgehen können, wo sie doch alle das gleiche Erbmaterial in sich tragen.) Dieses Muster bestimmt, welche Gene aktiv sind. Wissenschaftler haben inzwischen herausgefunden, das meine Nahrung, mein Verhalten, meine Erkrankungen oder auch meine Psyche einen Einfluss auf mein Methylierungs-Muster haben kann. Aber auch auf das meiner Kinder. Mütter, die in der Schwangerschaft Unter- oder Übergewichtig sind, können dadurch bedingen, dass ihre Kinder später einmal Probleme mit dem Metabolischen Syndrom haben, also zu Übergewicht, Diabetes und Stoffwechselerkrankungen neigen. Auch kann z.B. eine Nulldiät mich zu einem besseren Futterverwerter machen, so dass ich hinterher noch mehr zu Übergewicht neige. (Besser wäre eine Intervalldiät und eine Ernährungsumstellung, um einen langfristigen Erfolg zu haben.)

Knoblauch löst Arteriosklerose auf

Fallbeispiel: Pat, männlich, 83 Jahre alt. Hausärztin stellte per Gefäßdoppler Ablagerungen in der Carotis (Halsschlagader) fest. Auf unseren Vorschlag hin nahm der Patient für ein halbes Jahr täglich ein Schnapsglas voll einer Mixtur aus 30 Knoblauchzehen und 7 ganzen Bio-Zitronen zu sich*. Nach vier Wochen feierte schon die Hausärztin die Tatsache, dass die Arteriosklerose nicht weiter fortgeschritten war, als großen Erfolg. Der Patient nahm die Mixtur noch für weitere fünf Monate, dann waren die Ablagerungen in der Carotis nicht mehr nachweisbar. Dieses Beispiel zeigt, dass Operationen, die dazu dienen, Verstopfungen in den Gefäßen zu beseitigen, oder zu umgehen, eigentlich nicht notwendig sind. Auch kann man dabei nur größere Gefäße entsprechenden Operationen unterziehen. Wenn aber schon die großen Gefäße so verstopft sind, das man sie operien muss, wie sieht es dann mit den kleineren aus? Der Wirkstoff aus dem Knoblauch dringt aber bis in die kleinsten Gefäße vor und kann auch dort vorhandene Ablagerungen abbauen.

*ca. 30 geschälte Knoblauchzehen, 7 ganze Bio-Zitronen (kleingeschnitten) in den Mixer, etwas Wasser dazu und dann pürieren. In einen kleinen Topf schütten, ganz kurz aufkochen lassen, dann abseihen und in einer braunen Flasche im Kühlschrank aufbewahren.

Macht Fett fett?

In den heutigen Diskussionen hört man immer wieder die veraltete Ansicht, dass das Körperfett ausschließlich aus dem Nahrungsfett stammt, und das man sich nur möglichst fettarm ernähren muss, um abzunehmen.
Diese Annahme basiert auf der Kalorienlehre. Dazu sperrt man eine definierte Menge einer brennbaren Substanz, dessen Kaloriengehalt man bestimmen will, mit einer ausreichenden Menge Sauerstoff in ein Kalorimeter, verbrennt es darin vollständig, und misst die freigesetzte Wärme.
Das führt, rein rechnerisch, dazu, dass man zu dem Ergebnis kommt, das Fett eine mehr als doppelt so hohe Energiedichte hat, wie Kohlenhydrate oder Eiweiße.

Der Mensch ist kein Kalorimeter!

Das Problem bei diesen Überlegungen ist aber: Der Mensch ist kein Kalorimeter!
Unser Organismus ist in der Lage, den Fettgehalt der Nahrung zu bestimmen (solange meine Nahrungsmittel eine natürliche Zusammensetzung aufzeigen), so dass man z.B. bei Nüssen oder Ölsaaten viel eher ein Sättigungsgefühl bekommt als bei stärkehaltigen Lebensmitteln.

Von der Nahrungsmittelindustrie wird gerne eine Mischung aus Fett und Zucker eingesetzt (Schokoladencreme, Chips, Fertigpizza, …), weil man inzwischen festgestellt hat, dass der Mensch sich hier bei der Nahrungsaufnahme nicht bremsen kann und dadurch mehr konsumiert.

Die Nahrungsmittelindustrie verwendet auch gerne stark verarbeitete Inhaltsstoffe, mit Aromastoffen und Zucker versetzt, um Mängel in den Ausgangsprodukten zu überdecken. Teurere Ausgangsstoffe werden gestreckt oder durch minderwertige ersetzt. Alles zu Gunsten der Gewinnmaximierung.

Ungesättigte und gesättigte Fettsäuren

Fette setzen sich im allgemeinen aus Glycerin und drei Fettsäuren zusammen. Die Fettsäuren enthalten ein langes Ende, dass nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff aufgebaut ist, und ein kleines Köpfchen mit der Säuregruppe -COOH. (C: Kohlenstoff; O: Sauerstoff; H: Wasserstoff)

Der Kohlenstoff zeichnet sich dabei aus, das er bis zu vier Bindungspartner haben kann. In gesättigten Fettsäuren hat jeder Kohlenstoff entlang der Kohlenwasserstoffkette seine vier Partner, in ungesättigten nicht alle.

Unser Körper kann selber nur gesättigte Fettsäuren herstellen und ist somit darauf angewiesen, dass wir uns ungesättigte Fettsäuren über die Nahrung zuführen. Diese werden zum Beispiel bei dem Aufbau der Zellmembran gebraucht. Gesättigte Fette zeichnen sich durch einen höheren Schmelzpunkt aus – sie sind also eher fester – ungesättigte weicher. Somit kann der Körper beispielsweise die Elastizität der Zellen einstellen.

Das Kohlenstoffatom neben dem Kohlenstoffatom mit der höchsten Oxidationsstufe ist das Alpha-C-Atom, das, das am weitesten entfernt ist, das Omega-C-Atom.

Omega-3 Fettsäuren zeichnen sich dadurch aus, das die nächste ungesättigte Doppelbindung am dritten Kohlenstoff-Atom neben dem Omega-C-Atom zu finden ist – bei Omega-6 Fettsäuren ist es das sechste. Die Bezeichnung sagt nichts darüber aus, ob es noch andere Doppelbindungen in der Fettsäure gibt, oder wie lang letztendlich die Kohlenwasserstoffkette ist.

Omega-3 vs Omega-6

Dabei muss beachtet werden, dass das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fetten nicht das Verhältnis 1:4-6 überschreiten sollte, da Omega-6-Fettsäuren zu Entzündungsmediatoren (also entzündungsfördernde Stoffe) umgebaut werden können und Omega-3-Fettsäuren im Körper zu Stoffen umgebaut werden, die Entzündungen hemmen.

Natürliche Fette anstatt gehärtet oder raffiniert

Für Streichfett (Margarine) werden günstigere Fette, wie zum Beispiel Baumwollsaatöl, welche in ihrer ursprünglichen Form eher ungenießbar sind, verwendet. Beim Härten der Fette als auch beim Erhitzen von ungesättigten Fettsäuren können Transfette entstehen.

Normale ungesättigte Fettsäuren haben cis-ständige Doppelbindungen. Die Kohlenwasserstoffkette geht nach der C=C-Doppelbindung auf der gleichen Seite weiter. Dadurch wird die Packung der Fettsäuren nicht so gestört, wie bei den Trans-Fettsäuren, bei denen die Kette auf der anderen Seite weitergeführt wird.
Auch kommen die Enzyme, die Fette abbauen, um aus ihnen Energie zu gewinnen mit Trans-Fetten nicht so klar und können sie nicht so gut abbauen.

Dickmacher Nr.1: Isolierte Kohlenhydrate

Der Dickmacher in unserer Nahrung sind die isolierten Kohlenhydrate – also weißer Zucker und weißes Mehl.
(s.a. Kohlenhydrate – Brennstoffe oder Dickmacher?)
Man findet sie heute in fast jeder Fertignahrung versteckt – allen voran Glucose-Fructose-Sirup – ein Novel-food, das die Produktion von Nahrungsmitteln noch weiter verbilligt und die größten Schäden anrichtet (z.B. Fettleber und erhöhte Blutfettwerte).
Isolierte Kohlenhydrate gehen sofort ins Blut und erhöhen schlagartig den Blutzuckerspiegel. ein zu hoher Blutzuckerspiegel stellt eine Gefahr für den Körper dar, so dass die Bauchspeicheldrüse massiv Insulin produziert, um den Zucker aus der Blutbahn zu schaffen. Wenn die Zuckerdepots aber schon voll sind bleibt dem Körper nichts anderes übrig, als ihn in Fett umzuwandeln, welches dann in die Fettdepots kommt. (Fett ist der einzige Stoff, den unser Körper uferlos speichern kann). Da Insulin ein Hormon ist und kein Schalter, den man einfach umlegen kann, wird aber zuviel Zucker aus dem Blut entfernt, deswegen komme ich dann in einen Unterzucker und bekomme Heißhunger und führe mir also noch mehr Kalorien zu.

Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich

Wie Prof. Kollath schon sagte: „Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich“
Das heißt:

  • selbst kochen
  • frische Lebensmittel
  • natürliche Zutaten
  • ballaststoffreich
  • gute Fette verwenden (ungesättigten Fettsäuren nicht stark erhitzen wegen der Bildung von Transfetten)

(c)Thomas Würzler

Bioresonanz

Bioresonanz mit Bicom-Gerät von Brüggemann/Regumed

Die Bioresonanztherapie, abgekürzt BRT, auch Mora-Therapie, biophysikalische Informationstherapie oder Multiresonanztherapie genannt, ist eine Methode zur Behandlung von Allergien, Migräne, Schlafstörungen, chronischen Schmerzen und weiteren Krankheiten.
Die Bioresonanztherapie wurde 1977 von dem deutschen Arzt Franz Morell und seinem Schwiegersohn, dem Ingenieur Erich Rasche als MORA-Therapie eingeführt. Die Bioresonanztherapie hat dabei nichts mit Biofeedback zu tun. Durch Interferenz mit dem invertierten Signal kann man die krankhaften elektromagnetischen Schwingungen aufheben. Es gibt körpereigene elektrische Signale, die man messen kann und dadurch Krankheiten und Fehlfunktionen anhand veränderter körperspezifischer elektromagnetischer Schwingungen (Frequenzen) erkennbar machen kann. Durch Interferenz mit dem invertierten Signal kann man die krankhaften elektromagnetischen Schwingungen aufheben und damit den Körper in die Lage versetzen mit Hilfe seiner Selbstheilungskräfte die Krankheiten zu bekämpfen. Dabei ist der Körper in der Lage, aus einer Vielfalt an elektrischen Signalen und äußeren Störsignalen die bedeutsamen Signale für sich zu isolieren.

Fußreflexzonenmassage

Bei der Fußreflexzonenmassage werden definierte Reflexzonen der Füße massiert.

Alle Zonen sind mit einem bestimmten Organ oder einer bestimmten Struktur verbunden. Durch passende Stimulierung dieser Zonen werden die Organe entsprechend beeinflusst und etwaige Beschwerden gelindert.
Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sie der amerikanische Arzt William Fitzgerald (1872-1942) aus der Massagetechnik der Indianer und brachte sie in eine systematische Ordnung. Dabei teilte er den menschlichen Körper in zehn Sagitalzonen (Längszonen) und drei Transversalzonen (waagrechte Zonen), die er proportional auf den Fuß übertrug. Seine Assistentin Eunice Ingham (1889-1974) entwickelte daraus die Topographie der Fußreflexzonen und zeichnete die ersten Karten. Von ihr lernte Hanne Marquardt diese Technik und brachte sie Ende der sechziger Jahre nach Deutschland.
Studie weist durchblutungsfördernde Wirkung nach.
Dies hat eine Untersuchung der Universität Innsbruck bestätigt (Doppelblindstudie): Insgesamt 32 gesunde Menschen wurden im Nierenbereich der Fusssohle beziehungsweise einem Kontrollfeld massiert. Gleichzeitig wurde die tatsächliche Durchblutung mittels Doppler-Sonographie gemessen. Das Ergebnis: Die Massage des Nierenfeldes führte tatsächlich zu einer Erhöhung der Durchblutung in diesem Bereich, ganz im Gegensatz zu der Massage des Kontrollareals.
Auch belegte eine Studie der Universität Jena von 2006 eine Wirkung bei Gonarthrose (Kniegelenksarthrose).
Die Indikationen sind sehr zahlreich, sowohl Schmerzsyndrome am Bewegungssystem, Kopfschmerzen und Migräne als auch vegetative Dysregulation, Allergien, Unterstützung der Abwehrkräfte oder auch Hypertonie, Schilddrüsenfunktionsstörung und andere hormonelle Dysfunktionen.
Als nichtinvasive Methode eignet sie sich besonders gut zur Behandlung von Kindern, auch durch geschulte Eltern, welchen man einfache Griffe schnell und leicht zeigen kann.

Deutsch-indische Yoga-Freundschaft

2013 war mein Neffe Jomon Scariah, seines Zeichens Iyengar-Yogalehrer und Yoga-Referee in Indien, bei uns zu Besuch. Mit ihm haben wir Koblenz besucht. Hiervon ein paar Eindrücke.

Neurodermitis = Atopisches Ekzem

Sie ist eine Erkrankung des Immunsystems, die sich durch Hauteflorationen und Juckreiz äußert. Im Grunde stellt sie eine Erscheinungsform einer gemeinsamen Erkrankung mit allergischer Rhinits (Heuschnupfen) und allergischem Asthma dar. Diese Erkrankungen können daher ineinander übergehen.

Schulmedizinische Standardtherapie: Cortison

Die schulmedizinische Standardtherapie bei Neurodermitis ist die Gabe von Cortison, ob jetzt als Injektion, in Tablettenform oder als Salbe. Dabei werden aber nur die Symptome bekämpft. Außerdem stellt sich noch ein weiteres Problem. Mein Körper produziert selber, in der Nebennierenrinde, körpereigenes Cortison, da wir es für eine normale Körperfunktion benötigen. Dies findet aber in einem sehr fein abgestimmten Regelkreis statt, welcher über den Hypothalamus und die Hypophyse geregelt wird. Führe ich jetzt von außen Cortison zu, so bringe ich die körpereigene Produktion in Unordnung. Da der Körper nicht unterscheiden kann zwischen körpereigenen und fremden Cortison, wird die eigene Produktion heruntergefahren oder es kann sogar zum Abbau von produzierendem Gewebe in den Nebennieren kommen und nach absetzten des Cortison-Präparates kann der Patient in eine Cortison-Mangel-Situation kommen und seine Allergie kann sich nun noch stärker bemerkbar machen.

Dauertherapie mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden

Eine Dauertherapie mit Cortison auf der anderen Seite ist mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden. So bildet sich das Cuching-Syndrom, die sog. Stammfettsucht, heraus, der Patient kann einen norminsulinären Diabetes bekommen (erhöhter Blutzuckerwert bei normaler Insulinproduktion) und es kommt zu Gewebsschäden am Applikationsort. Aber auch Leber und Nieren können bei lang andauernder Einnahme geschädigt werden. Diese Nebenwirkungen erzeugen ihrerseits mögliche Spätschäden, wie es bei oraler Aufnahme über lange Zeiträume zu Darmdurchbrüchen oder, durch den Diabetes, zu einer Beschädigungen der Intima (Gefäßinnenwand) kommen kann. Außerdem wird durch das Cortison das Immunsystem unterdrückt, was wiederum mit einem stärkeren Infektrisiko einhergeht. Auch kann man nicht ausschließen, dass die dauerhafte Unterdrückung des Immunsystems zu einem erhöhten Krebsrisiko führen kann.

Etagenwechsel auch möglich

Da die Neurodermitis mit dem allergischen Asthma neben dem Heuschnupfen einen gemeinsamen Formenkreis bildet, muss man bei der Unterdrückungstherapie mit Cortison auch damit rechnen, dass es zum sog. Etagenwechsel kommen kann, bei dem der Patient also nicht mehr unter der Hautreaktion der Neurodermitis leidet, dafür aber durch ein allergisches Asthma keine Luft mehr bekommt.


Anmerkung: Immer wieder wird behauptet, dass lokal verabreichtes Cortison nicht in den Körper gelangt. Dabei stellt sich natürlich die Frage, wo dieses Cortison verbleibt. Wird es abgehustet oder fällt es mir wie Schuppen von den Augen?

Ursächliche Behandlung des gesamten Menschen

Alternativmedizinisch betrachtet, kann gesagt werden, dass man bei der Behandlung einer Allergie an die Ursache einer Erkrankung herangehen muss, um die Erkrankung nachhaltig zu beeinflussen. Bei Erkrankungen der Haut, wie z.B. bei der Neurodermitis, muss man auch immer den Darm mitbehandeln, wenn man überhaupt einen langfristigen Behandlungserfolg erreichen möchte.

Als mögliche Ursachen einer Allergie können bestimmte Inhaltsstoffe in Nahrungsmittel infrage kommen. Auch eine Amalgambelastung kann ein Grund sein, warum jemand eine allergische Diathese entwickelt. Grundallergene aus Kuhmilch (Casein) oder Weizen (sog. Defensine) können Allergien gegen Pollen oder Tierhaare unterhalten, sodass man durch striktes Meiden dieser Grundallergene die Allergiebereitschaft des Körpers günstig beeinflussen kann. (siehe auch: Allergie – Geissel unserer Zeit)

Abschließend muss man also festhalten, dass eine reine Unterdrückungstherapie die Neurodermitis nur verwaltet und zu einer zeitweiligen Symptomarmut führen kann, dass aber keine Heilung vorgesehen ist. Um wenigstens eine dauerhafte Lösung der Erkrankung anzustreben, muss man andere Wege gehen. Auch kann man die Haut nicht ausschließlich über die Haut behandeln, sondern muss immer den Darm mit einbeziehen.